Gespenstische (Jugend)Arbeitslosigkeit in Europa
Helfen Ablöse und Wanderjahre?

“It is an illusion to believe that the youth unemployment problem in Europe can be solved by spending a couple of billion euros. There is no alternative to fundamental structural reforms, particularly in the crisis countries.” (Klaus F. Zimmermann)

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der Arbeitslosigkeit. Es spukt seit langem in Nord und Süd, besonders heftig aber in den Krisenländern. Die Arbeitslosigkeit erreicht immer neue Höchststände. Besonders hart trifft es junge Arbeitnehmer. Die Gefahr einer Generation ohne Zukunft wächst. Das wäre ökonomisch und politisch fatal. Europa würde weiter diskreditiert. Diese Misere ruft die Retter auf den Plan. Nachdem die Politik das Problem jahrzehntelang vor sich her geschoben hat, muss es nun, wie bei den Rettungsaktionen des Euro, schnell gehen. Die Politik will helfen, wieder einmal mit Geld, das sie nicht hat. Mit 24 Mrd. Euro in den nächsten vier Jahren soll die Jugend Europas gerettet werden.

„Gespenstische (Jugend)Arbeitslosigkeit in Europa
Helfen Ablöse und Wanderjahre?
weiterlesen

Ungleichheit heute (6)
Die deutsche “Mitte” ist stabil
Wie lange noch?

„Soziale Marktwirtschaft ist eine von zwei schlechten ökonomischen Ideen des 20. Jahrhunderts, die andere war der Kommunismus.“ (Edmund Phelps)

Die „Mittelschicht“ scheint unter Druck zu stehen. In den Medien wird ihr baldiger Zerfall prophezeit. Die Gefahr sei groß, in Hartz-IV-Gefilde abzustürzen. Tatsächlich ist in Deutschland die Angst vor dem Jobverlust weit verbreitet. Wirtschaftlicher und sozialer Abstieg seien dann unvermeidlich. Die Chance aufzusteigen, könne man vergessen. Fähigkeiten und Leistung zählten nicht mehr. Für berufliche Karrieren seien der Status der Familie und „Vitamin B“ entscheidend. Wer unten sei, bliebe unten. Die „Mittelschicht“ brenne an beiden Enden: Ein Aufstieg sei kaum möglich, Abstieg an der Tagesordnung. Das alles gehe an die Substanz der „Sozialen Marktwirtschaft“. Die „Mittelschicht“ als ökonomischer, sozialer und politischer Stabilitätsanker zerbrösle. Das Ende der „Sozialen Marktwirtschaft“ sei nicht mehr weit.

Ungleichheit heute (6)
Die deutsche “Mitte” ist stabil
Wie lange noch?
weiterlesen

Gastbeitrag
Arbeitskräftemobilität in der Eurozone

Zu den wesentlichen Symptomen der Krisenlagen im Eurogebiet gehört das Auseinanderlaufen der Trends an den Arbeitsmärkten. In den stark verschuldeten GIPS-Ländern, also den südlichen Staaten und Irland, ist die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren rasant gestiegen. So verzeichnet Spanien aktuell mit 21,2% (August 2011, Eurostat) sowie auch für das Jahr 2010 (mit 20%) die weitaus höchste Arbeitslosenquote in der EU. Auch in Portugal, Irland und Griechenland liegen die Quoten (mit zuletzt 12,3%, 14,6% und 16,7%) auf überdurchschnittlich hohem Niveau. Im Gegensatz dazu befinden sich die Arbeitsmärkte in anderen Teilen des Eurogebietes in besserer Verfassung. Neben Österreich und den Niederlanden gilt das vor allem auch für Deutschland. Hier ist die Arbeitslosigkeit in den letzten beiden Jahren sogar gesunken und befindet sich derzeit (August 6,0%) auf dem tiefsten Stand seit 1991. In einigen Branchen herrscht sogar Mangel an Fachkräften.

Gastbeitrag
Arbeitskräftemobilität in der Eurozone“
weiterlesen