Monatsarchiv für Juni 2008

Armes Deutschland?

Samstag, den 28. Juni 2008

Ein Achtel aller Bundesbürger lebt in Armut. Ohne staatliche Transfers wäre es sogar ein Viertel. Dies ist die zentrale Botschaft des jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. In den Augen vieler hat die Armut in Deutschland mittlerweile eine Größenordnung erreicht, die den sozialen Frieden gefährdet und auf längere Sicht sogar den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft [...]

Das Geld der Anderen
Warum die Föderalismusreform II scheitern wird

Sonntag, den 22. Juni 2008

Eine Reform der föderalen Ordnung ist seit langem überfällig. Der deutsche kooperative Föderalismus ist teuer, viel zu teuer. Er ist eine Wachstumsbremse und kostet private Beschäftigung. Politische Entscheidungen sind wenig transparent, öffentliche Mittel werden verschwendet. Vor allem aber fehlt dem Pseudo-Föderalismus die Bürgernähe. Er trifft immer seltener die Anliegen der Bürger und beteiligt sie zu [...]

Irlands Nein ist gut für Europa

Mittwoch, den 18. Juni 2008

Europa in der Krise?
Erst die Franzosen, dann die Holländer und nun (schon wieder) die Iren: Es ist eine Crux mit dem Volk, wenn man es befragt. Europa ist zu kompliziert, als daß man es seinen Bürgern überlassen darf. Deshalb konstituierte sich der Verfassungskonvent ja auch exklusiv aus den Vertretern der politischen Klasse, die vor [...]

Entmachtet die Privilegierten!
Warum Liberale gute Linke sind

Donnerstag, den 12. Juni 2008

Liberale – vor allem, wenn sie „Wirtschaftsliberale“ sind – gelten hierzulande (und andernorts) als kalt, materialistisch und unsozial: Effizienz geht ihnen vor Gleichheit und Wachstum vor Gerechtigkeit. Lieber prassen sie mit den Reichen als dass sie Mitleid hätten mit den Armen. Sie sind „Pro Business“ und „Gegen Gewerkschaften“; sie wählen lieber CDU als SPD. Sie [...]

Soziale Marktwirtschaft: ein Wieselwort wird 60

Freitag, den 6. Juni 2008

“Was haben Sie da gesagt? – Soziale Marktwirtschaft -, das ist ein Begriff, der mir gefällt. Wenn Sie noch ein Glas von Ihrem guten Burgunder haben, dann wollen wir darauf anstoßen!” Dies soll der noch unscheinbare Ökonom Ludwig Erhard am 12. Januar 1945 zu Karl Günther Weiss gesagt haben, einem Referenten des Reichswirtschaftsministeriums. Erhards Gutachten [...]