Junge Ordnungsökonomik
Informelle Institutionen im Transformations-prozess

Motivation

Nach erfolgreich verlaufenen Revolutionen wie jüngst in Ägypten kommt es oftmals in den betroffenen Ländern zu Problemen bei der Ausgestaltung des neuen politischen Systems. Vereint in ihrer Abneigung gegen die herrschenden Zustände, sehen die höchst unterschiedlichen Gruppen der Aufständischen zu der Zeit oft über Differenzen der politischen Anschauungen großzügig hinweg. Verschwindet das gemeinsame Feindbild hingegen nach geglückter Revolution, bekommen diese unterschiedlichen Ansichten eine größere Bedeutung und die Personengruppen, die vormals gemeinsam das herrschende System abgelehnt haben, stehen sich in der Folge auch untereinander ablehnend gegenüber.

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Neue Industriepolitik mit Clustern
Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?

“Ich bin ein Optimist, der nichts über die Zukunft weiß und der daher keine Voraussagen macht.” (Karl Popper)

Die ökonomische Welt hat sich verändert. Seit der Finanzkrise ist vieles anders. Die „neue“ Welt der immer zahlreicheren „BRICs“ erlebt einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Beschäftigung, Wachstum und Wohlstand entwickeln sich ausgesprochen positiv. Das ist in der „alten“ Welt beidseits des Atlantiks anders. Dort schleppt sich die wirtschaftliche Erholung dahin, die Beschäftigung lahmt, das Wachstum ist anämisch, die Staatsschulden sind eine drückende Last, der Finanzsektor ist weiter fragil. Überall dominiert Skepsis. Überall? Nein, Deutschland stemmt sich gegen den Trend. Nach langen Jahren der Stagnation hat es die Rote Laterne beim wirtschaftlichen Wachstum abgegeben. Die Lage am Arbeitsmarkt war seit über 20 Jahren nie besser. Trotz Schwächen vor allem staatlicher Institute scheint der Finanzsektor relativ stabil. Die Staatsschulden sind zwar viel zu hoch, sie wachsen aber langsamer als anderswo. Deutschland scheint zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Seine Unternehmen sind international wettbewerbsfähig, erhebliche Leistungsbilanzüberschüsse pflastern den Weg.

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Junge Ordnungsökonomik
Präferenz für Vielfalt
Die Clusterförderung setzt neue Maßstäbe

Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank sind sich einig: Die Eurozone rutscht in diesem Jahr in eine Rezession. Vereinzelte Inseln der Glückseligkeit wird es zwischen Finnland und Spanien auch in Zeiten schrumpfender Volkswirtschaften geben, allen voran in Deutschland. Die fünf neuen Gewinner des sogenannten Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung sind seit Ende Januar bekannt. Sie dürfen sich in den nächsten fünf Jahren über einen Geldsegen in Millionenhöhe freuen.

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Junge Ordnungsökonomik
Ein Netz voller Cluster
Funktionierende Netzwerke versprechen dicke Fische

Vielleicht sollte man sich ein Cluster wie ein engmaschiges Fischernetz vorstellen. An den Stellen im Netz, wo die Fäden fest zusammen gezurrt sind und die Knotenpunkte sehr nahe beieinander liegen, bleibt am meisten Beute hängen. Dort, wo die Verbindungen ausgeleiert sind oder sich sogar schon erste Löcher auftun, geht ein Teil des potenziellen Fangs flöten, was sich negativ auf Umsatz und Gewinn auswirkt. Übertragen auf die Ökonomie sind diejenigen Unternehmen besonders erfolgreich, die regionale und enge Kooperationen mit anderen Unternehmen und Forschungs-einrichtungen eingehen. Dagegen entwickeln sich lokal isolierte Unternehmen am Markt schwächer.

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Die Zusammenarbeit von Wettbewerbern: Marktmacht oder Effizienz?

Kooperationen zwischen aktuellen oder potentiellen Wettbewerbern sind seit jeher eine Angelegenheit, deren Einschätzung einiger Sensibilität bedarf. Nun hat die Europäische Kommission neue Leitlinien für horizontale Kooperationsvereinbarungen in Kraft gesetzt, die jene von 2001 konkretisieren und ergänzen sollen. Dies bildet einen guten Anlass, sich etwas grundsätzlicher mit der zugrundeliegenden Thematik auseinanderzusetzen.

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Alles Cluster, oder was?
Warum die staatliche Förderung regionaler Netzwerke begrenzt werden sollte

„Europa mangelt es nicht an Clustern, aber an Clustern von Weltrang.“ (Carsten Schierenbeck)

In der Chemie sind Cluster eine Ansammlung von Atomen und Molekülen mit besonderen Attributen. Sie werden erforscht, um den Übergang der kleinsten Teilchen in einen makroskopischen Festkörper zu erklären. Auch in der Ökonomie haben Cluster eine besondere Funktion. Sie stehen zwischen der Mikro- und der Makroökonomie und sind im Idealfall ein Treiber für den Wohlstand einer Volkswirtschaft. Das hat auch die Politik auf den Plan gerufen. Die Zahl der Clusterinitiativen ist in Europa seit Ende der neunziger Jahre rapide in die Höhe geschnellt.

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Warum die staatliche Förderung regionaler Netzwerke begrenzt werden sollte
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