Griechenland (22)
Das Tauziehen um Griechenlands Schulden

Ende dieses Monats läuft das aktuelle – bereits zweimal verlängerte – Hilfsprogramm für Griechenland aus und es wird täglich aufs Neue darüber spekuliert, ob es nun zur staatlichen Insolvenz Griechenlands und zum Austritt aus der Währungsunion, dem Grexit, kommt. Mathias Erlei[1] hat jüngst in diesem Blog gezeigt, dass man mit Hilfe der Spieltheorie das Verhalten der am Schuldenstreit Beteiligten sowie die daraus resultierenden (politischen) Ergebnisse analysieren kann. Während Erlei jedoch den Fokus eher auf die Vergangenheitsanalyse gelegt hat, soll im Folgenden stärker auf die aktuelle Situation abgestellt werden.

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Drohnenkrieg oder: Wie man eine (halbe) Milliarde verspielt

In der Öffentlichkeit wird derzeit vor allem über Fragen spekuliert wie diese: Wieso kann man nicht gewusst haben, dass es keine Möglichkeit gibt, ein Kollisionsschutzsystem in eine Drohne einzubauen? Wieso ist das nicht gleich zu Beginn berücksichtig worden? Warum sind die jeweils zuständigen Minister über das Ausmaß der technischen Problematik nicht informiert worden? Warum haben diese später die finanziellen Folgen dem Bundesrechnungshof vorzuenthalten versucht? Unter den Kundigen in Sachen Luftfahrt, also bei den Luftfahrtzeug-Ingenieuren, Avionik-Spezialisten, Flugkapitänen und sonstigen Piloten stellt man sich indes eine viel grundlegendere Frage, und die folgt der in diesen Kreisen geläufigen Tatsache, dass jedes Kleinstflugzeug heutzutage mit einem Aufwand von weniger als 1000 € mit einem wirksamen und zuverlässigen Kollisionsschutzsystem ausgerüstet werden kann und zunehmend auch wird. Wieso in aller Welt sollte das dann ausgerechnet bei einer Drohne partout nicht möglich sein und gar zum Scheitern eines Hunderte-Milliardenprojekts der Rüstung führen; noch dazu, wo ein solches Fluggerät – wie De Maizière es so treffend formulierte – „an der vorderen Kante“ der Technologie entwickelt wird?

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BücherMarkt
Die Ökonomik und der Egoismus
Anmerkungen zum neuen Buch von Frank Schirrmacher

Man wüsste gerne, wie Frank Schirrmacher vorgeht, wenn er einen Gebrauchtwagen kauft. In seinem neuen und bereits viel diskutierten Buch, Ego. Das Spiel des Lebens, agitiert er gegen die Ökonomik, und vor allem gegen die Spieltheorie. Seine zentrale These ist, dass die Spieltheorie menschliches Handeln nicht beschreibt, sondern verändert. In den letzten Jahrzehnten, so Schirrmacher, hat die ökonomische Theorie die Menschen dazu gebracht, von ihrem jeweiligen Gegenüber nur opportunistisches Verhalten zu erwarten, und selbst jede Gelegenheit zu opportunistischem Verhalten zu nutzen. Der Mensch ist schlecht, er ist misstrauisch und selbstsüchtig, und dies ist das Werk der Volkswirtschaftslehre.

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Anmerkungen zum neuen Buch von Frank Schirrmacher
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