Achtung Statistik
Gewinnsparen

Rita ärgert sich. Sie hat endlich ein wenig Geld zusammengespart und möchte dieses anlegen, und nun bietet ihr die Hausbank gerade einmal 1,0 Prozent Zinsen an. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihr der Prospekt einer anderen Bank ins Haus flattert. Diese Bank bietet ihr insgesamt 0,75 Prozent Zinsen an plus einen „Glückszins“: Jeden Monat errechnet sich dieser nach den beiden Endziffern des Gewinnerloses einer großen monatlichen Lotterie. Für die Endziffern 00 bis 80 gibt es – gestaffelt nach Endziffern – im Durchschnitt 0,17 Prozent. Sofern die Endziffern zwischen 81 und 99 liegen, erhält der Sparer stattliche 0,6 Prozent Glückszins. Rita studiert weiter den Prospekt und kann dort nachlesen, dass „mit etwas Glück“ also 0,75 Prozent plus 0,6 Prozent = 1,35 Prozent Zinsen möglich sind. Das klingt doch deutlich verlockender als die 1,0 Prozent festen Zinsen bei ihrer Hausbank.

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Wie gut sind Konjunkturprognosen?

Viele Prognosen sind in der Vergangenheit beständig zuverlässiger geworden. Während etwa Mitte der achtziger Jahre bei Wetterprognosen der Prognosefehler der ein- bis zweitägigen Vorhersage der Tageshöchsttemperatur bei ca. 2,5 Grad lag, liegt er heute bei etwa 1,6 Grad – eine gewaltige Prognoseverbesserung, die vor allem auf bessere Messdaten, ausgefeiltere Modelle und größere Rechnerleistungen zurückzuführen ist. Es stellt sich somit die Frage, ob Konjunkturprognosen ähnlich zuverlässiger geworden sind. Die Fakten sprechen dagegen: So ist der Prognosefehler der Wachstumsprognosen für Deutschland durch den Sachverständigenrat seit den sechziger Jahren nicht substanziell gesunken. Gleiches gilt auch für andere Konjunkturprognosen. Gerade am aktuellen Rand konnten die Konjunkturprognosen zum Beispiel die Konjunktureinbrüche im Zuge der Finanzmarktkrise 2009 nicht vorhersagen und wiesen Prognosefehler bis 5 Prozentpunkte auf.

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Wie funktionieren Konjunkturprognosen?

Es vergeht kaum ein Monat, in dem sich nicht eine neue Konjunkturprognose in den Medien wiederfindet, da Wirtschaftsforschungsinstitute, die Banken und viele andere Institutionen regelmäßig Prognosen zum zukünftigen Wirtschaftsverlauf herausgeben. Dabei sind Konjunkturprognosen in der Öffentlichkeit eher schlecht angesehen, da aufgrund vergangener Fehlprognosen „Kaffeesatzleserei“ unterstellt wird. Gleichzeitig sind sie wichtige Grundlagen für Planungen der Politik als auch der Wirtschaft. Doch wie werden Konjunkturprognosen eigentlich erstellt?

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Kann das Finanzamt hellsehen?

Fiete hat ein kleines Restaurant eröffnet. Es läuft soweit ganz gut, allerdings ärgert er sich über die anstehenden Steuerzahlungen. Und so denkt er sich bei der Erstellung seiner Steuererklärung, dass es doch ein guter Plan wäre, nicht die wahren Tageseinnahmen anzugeben, sondern einfach ausgedachte – und natürlich niedrigere – Zahlen einzutragen. Der Plan scheint perfekt, doch – ohweh – kaum ist er umgesetzt, steht das Finanzamt vor der Tür und erklärt, dass ein Betrugsverdacht vorläge und Fietes Betrieb einmal näher überprüft werden müsse. Wie konnte das geschehen? Kann das Finanzamt hellsehen?

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Krimineller Vatikan?

Statistiken gelten dann als unbestechlich, wenn sie seriösen Quellen entstammen. Gegen die Staatsanwaltschaft eines mitteleuropäischen Staates als Quellengeber wird man dabei vermutlich keine Vorbehalte haben. Wie ist somit der Sachverhalt zu bewerten, dass ein Land – auch nach eigenen Aussagen – die höchste Kriminalitätsrate der Welt aufweist? Und liegt vielleicht ein spezieller Fall vor, wenn es sich bei dem Staat um den Vatikan handelt?

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Wie viele Schulden hat der Staat?

Zwei Billionen Euro – so hoch ist der Schuldenstand von Bund, Ländern und Gemeinden derzeit in etwa. Eine mit Sicherheit hohe Summe – aber wie viel sind zwei Billionen Euro konkret? Da sich Normalsterbliche Summen von einer Million Euro vielleicht noch ganz gut vorstellen können, aber bei Milliarden und sicher bei Billionen das Vorstellungsvermögen erschöpft ist, hilft es immer, die Summen pro Kopf zu berechnen. Dieses ist scheinbar einfach: Die Bundesrepublik hat knapp 82 Millionen Einwohner, so dass die Pro-Kopf-Staatsverschuldung bei knapp 25.000 Euro liegt. Eine zugegebenermaßen hohe Summe – spontan könnte man aber denken, dass sie über einen längeren Zeitraum durchaus zurückgezahlt werden könnte: Über 25 Jahre müssten „nur“ 1.000 Euro pro Person getilgt werden.

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Es dürfte uns alle nicht geben

„Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie so sind wie Sie sind, mit all Ihren körperlichen Eigenschaften, beträgt eins zu 103000.“ Solche oder ähnliche Meldungen kann man immer wieder lesen. Auch wenn die angegebenen Wahrscheinlichkeiten dabei stark schwanken, so sind doch alle so klein, dass wir schon mit deren Nullen hinter dem Komma diesen Beitrag füllen könnten. Die Wahrscheinlichkeit dafür, Ihre Haarfarbe zu haben, ist noch relativ hoch, aber zusätzlich exakt Ihre Nasenlänge und Ihre Augenfarbe zu haben, das hat schon eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit.

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