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Folge 16 (1): Demographie und Klimawandel: Lassen sich Generationenkonflikte vermeiden?

Die Welt verändert sich nachhaltig. Mega-Trends fressen sich durch Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft. Demographie und Dekarbonisierung zählen dazu. Der Wandel in der Altersstruktur ist in vollem Gang. Auch der Klimawandel ist längst spürbar. Demographie und Klima verursachen Lasten. Damit ist Streit vorprogrammiert: Wer trägt die Kosten des demographischen und klimatischen Wandels?

Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (ALU), Prof. Dr. Joachim Weimann (OVG) und Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU).

Aus dem Inhalt:

Einleitung (ab Minute 00:41)

Welche Lasten entstehen durch Demographie? (ab Minute 06:00)

Welche Lasten entstehen durch den Klimawandel? (13:27)

Lassen sich die Lasten in beiden Bereichen verringern? (19:30)

Wie werden die Lasten verteilt? Welche Prinzipien sollten angewendet werden? (ab 30:20)

Die Teilnehmer:

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen ist Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und war Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019). Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten ihn u.a. in die USA aber auch immer wieder in die skandinavischen Länder. Neben seiner Mitwirkung an internationalen Forschungsprojekten beteiligt er sich – zum Beispiel als Mitglied der Rürup-Kommission, der Kommission Steuergesetzbuch oder als Vorstand der Stiftung Marktwirtschaft – an Fragen der praktischen Sozialpolitik.

Prof. Dr. Joachim Weimann ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Geschäftsführer der „Business School Magdeburg“. Er ist Autor eines Lehrbuchs zur Umweltökonomik, Vorsitzender der „Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung e.V.“ und Initiator der Website „Nur mal kurz“, auf der er in kurzen Videoclips Fragen zur Klimapolitik leicht verständlich erklärt. Joachim Weimann beschäftigt sich gleichermaßen mit Grundlagenforschung (Experimente) und anwendungsorientierten Fragen (Umweltökonomik, Wirtschaftspolitik).

Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Hamburg, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.

Folge 15: Glücksforschung: Messen wir den Wohlstand falsch?

Ist das Bruttoinlandsprodukt noch die richtige Kennzahl für den gesellschaftlichen Wohlstand? Brauchen wir andere Indikatoren, die auch nicht-finanzielle Aspekte berücksichtigen, um das Glück und das Wohlbefinden der Menschen zu messen?

Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Bruno S. Frey und Dr. Jörn Quitzau.

Aus dem Inhalt:

Was ist Glücksforschung? (ab Minute 01:28) +++

Macht Geld glücklich? (ab Minute 03:16) +++

Ist das BIP der richtige Wohlfahrtsindikator? (ab Minute 09:13) +++

Erhöhen Volksentscheide die Zufriedenheit der Bürger? (ab Minute 19:31) +++

Die Teilnehmer:

Bruno S. Frey ist 1941 in Basel geboren und Schweizer Staatsbürger, Studium der Nationalökonomie an den Universitäten von Basel und Cambridge, UK, Doktorat „summa cum laude“ 1965 und Habilitation 1969 an der Universität Basel. 1970-2011 Außerordentlicher Professor an der Universität Basel; 1970-1977 Ordentlicher Professor für Finanzwissenschaft an der Universität Konstanz; 1990-1991 Visiting Research Professor at Graduate School of Business, University of Chicago; 1977-2012 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich; 2010-2013 Distinguished Professor of Behavioural Science an der Warwick Business School der University of Warwick, UK, 2012-2015 Senior Professor für Politische Ökonomie an der Zeppelin Universität Friedrichshafen, DE. Seit 2015 Ständiger Gastprofessor an der Universität Basel (CREW – Center for Research in Economics and Well-Being).

Dr. honoris causa der Universitäten St. Gallen (1998, CH), Göteborg (1998, SE), der Freien Universität Brüssel (2009, B), der Universität Aix-en-Provence/Marseille (2010, F) und der Universität Innsbruck 2011, A). Fellow der Public Choice Society, Corresponding Fellow der Royal Society of Edinburgh (FRSE), Distinguished CESifo Fellow, Distinguished Fellow der Association for Cultural Economics, International, Gewähltes Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Academia Scientiarum et Artium Europaea), Gewinner des ersten Stolper-Preises des Vereins für Socialpolitik (Gesellschaft aller deutschsprachigen Ökonomen).

Frey ist Autor einer grossen Zahl von Artikeln in Fachzeitschriften und Büchern: u.a. Not Just for the Money (1997), Economics as a Science of Human Behaviour (1999), The New Democratic Federalism in Europe (mit Reiner Eichenberger, 1999), Arts & Economics (2000), Inspiring Economics (2001), Successful Management by Motivation (mit Margit Osterloh, 2001), Happiness and Economics (mit Alois Stutzer, 2002), Dealing with Terrorism – Stick or Carrot? (2004), Economics and Psychology (co-edited mit Alois Stutzer, 2007), Happiness: A Revolution in Economics (2008), Glück: Die Sicht der Ökonomie (mit Claudia Frey Marti, 2010), Economic Ideas You Should Forget (co-edited mit David Iselin, 2017), Wirtschaftswissenschaftliche Glücksforschung. Kompakt – verständlich – anwendungsorientiert (2017), Honours versus Money – The Economics of Awards (mit Jana Gallus, 2017), Economics of Happiness (2018), Economics of Art and Culture (2019) und Ökonomik der Kunst und Kultur. Kompakt – verständlich – anwendungsorientiert (2019), 21st Century Economics. Economic Ideas You Should Read and Remember (co-edited mit Christoph Schaltegger, 2019), Venedig ist überall – Vom Übertourismus zum Neuen Original (2020), Overcoming Overtourism (2021).

Eine detaillierte Liste der Publikationen ist unter www.bsfrey.ch verfügbar.

Forschungsschwerpunkt: Anwendung der Ökonomie auf neue Bereiche (Politik, Kunst, Geschichte, Konflikt, Familie) und die Erweiterung des Modells menschlichen Verhaltens durch Einbezug psychologischer und soziologischer Elemente, insbesondere im Rahmen der Glücksforschung sowie die Rolle von Auszeichnungen.

Dr. Jörn Quitzau ist Leiter Wirtschaftstrends beim Bankhaus Berenberg. Zuvor war er Senior Economist bei Deutsche Bank Research. Gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Berthold ist er Initiator dieses Podcasts.

Folge 14: Geldpolitik: Die neue Strategie der EZB

Die EZB hat ihre geldpolitische Strategie überprüft und dabei nach eigenem Bekunden jeden Stein umgedreht. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am 8. Juli die Ergebnisse der Strategieüberprüfung präsentiert. Die wichtigsten Punkte gingen zuletzt durch die Medien: So hat die EZB ihr Inflationsziel leicht angehoben und strebt nun nicht mehr wie bisher eine Inflationsrate von „unter, aber nahe bei 2 %“ an, sondern glatt 2 %. Das heißt, die EZB-Definition von Preisstabilität ist jetzt mit einer moderat höheren Inflationsrate verbunden. Für Schlagzeilen hat auch gesorgt, dass die EZB die Folgen des Klimawandels künftig berücksichtigen wird – das bedeutet möglicherweise den Einstieg in eine Art „grüne“ Geldpolitik.

Über diese Themen diskutieren Dr. Katrin Assenmacher, EZB (Leiterin der Abteilung für Geldpolitische Strategie) und Dr. Jörn Quitzau, Berenberg.

Aus dem Inhalt:

Doppelbelastung: Strategieüberprüfung und Kampf gegen die Corona-Krise (ab Minute 02:09) +++

Was spricht für das neue Inflationsziel von 2 %? (ab Minute 04:08) +++

Welche Rolle spielen die Vermögenspreise? (ab Minute 17:13) +++

Grüne Geldpolitik? Die EZB berücksichtigt Aspekte des Klimawandels (ab Minute 24:22) +++

Wieviel Bundesbank steckt noch in der EZB? (ab Minute 33:36) +++

Die Teilnehmer:

Dr. Katrin Assenmacher – Leiterin der Abteilung für Geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB)

Frau Dr. Katrin Assenmacher leitet seit 2016 die Abteilung für Geldpolitische Strategie im Generaldirektorat Volkswirtschaft der EZB. Von 2010 bis 2016 war sie Leiterin der Abteilung für Geldpolitische Analysen der Schweizerischen Nationalbank (SNB).

Frau Dr. Assenmacher schloss ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn ab, wo sie ebenfalls promoviert und habilitiert wurde. 2004 trat sie in die Forschungsabteilung der SNB ein. Während ihrer Anstellung bei der SNB hielt sie Vorlesungen über Geldpolitik und Makroökonomie an den Universitäten Zürich und Bern. Von 2012 bis 2016 war sie zudem Mitglied im Forschungsbeirat der Tschechischen Nationalbank.

Forschungsaufenthalte führten Frau Dr. Assenmacher als Gastwissenschaftlerin an die Federal Reserve Bank of St. Louis, die Österreichische Nationalbank, die EZB und die Universitäten von Kopenhagen und Südkalifornien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geldpolitik und der Zeitreihenanalyse. Sie hat zahlreiche Artikel zu wirtschafts- und geldpolitischen Themen in internationalen akademischen Zeitschriften veröffentlicht und ist Mitglied des Redaktionsbeirats der EZB Arbeitspapiere.

Dr. Jörn Quitzau ist Leiter Wirtschaftstrends beim Bankhaus Berenberg. Zuvor war er Senior Economist bei Deutsche Bank Research. Gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Berthold ist er Initiator dieses Podcasts.

Folge 13: Schulden ohne Ende? Die Zukunft der Staatsfinanzen

Die Corona-Pandemie hat die Staaten vor historische Herausforderungen gestellt. Die Staaten mussten sich kräftig verschulden, um die Wirtschaft vor dem Absturz zu bewahren. Gleichzeitig werden immer neue Aufgaben an die Regierungen herangetragen, die finanziert werden müssen: Der Umbau der Wirtschaft in Richtung Digitalisierung und Klimaschutz oder der Zusammenhalt Europas. Führt kein Weg mehr an noch höheren Schulden vorbei? Doch was wird dann mit der deutschen Schuldenbremse und den europäischen Fiskalregeln, die für solide Staatsfinanzen sorgen sollen?

Über diese Themen diskutieren Prof. Dr. Dr. h.c. Lars Feld und Dr. Jörn Quitzau.

Aus dem Inhalt:

Bewertung der Wirtschaftspolitik in der Corona-Krise  (ab Minute 02:15) +++

Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen… oder haben Schulden ihren Schrecken verloren? (ab Minute 08:30) +++

Zur Zukunft der deutschen Schuldenbremse (ab Minute 26:43) +++

Ist es Zeit für einen schuldenfinanzierten Staatsfonds? (ab Minute 34:15) +++

Ist Europa auf dem Weg in die Fiskalunion? (ab Minute 37:55) +++

Prof. Dr. Lars P. Feld hat seit 2010 den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und ist Direktor des Walter Eucken Instituts. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschaftspolitik, Finanzwissenschaft, Neue Politische Ökonomie und Ökonomische Analyse des Rechts.

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes wurde Lars P. Feld 1999 an der Universität St. Gallen promoviert und habilitierte sich dort im Jahr 2002. Professuren: Philipps-Universität Marburg, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ständiger Gastprofessor am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim sowie Mitglied der Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften), des Kronberger Kreises und der Mont Pèlerin Society. 2017 wurde Lars Feld von der Universität Luzern die Ehrendoktorwürde verliehen.

Seit 2003 ist Lars P. Feld Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen. 2007 wurde er zum Sachverständigen für die Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen (Föderalismuskommission II) benannt und wirkte beratend an der neuen deutschen Schuldenbremse mit. Zum Januar 2020 wurde er als wissenschaftliches Mitglied in die Mindestlohnkommission berufen. Er war von 2011 bis 2021 Mitglied sowie im abschließenden Jahr Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und vertrat diesen von 2013 bis 2021 im Unabhängigen Beirat des Stabilitätsrats.

Dr. Jörn Quitzau ist Leiter Wirtschaftstrends beim Bankhaus Berenberg. Zuvor war er Senior Economist bei Deutsche Bank Research. Gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Berthold ist er Mitinitiator dieses Podcasts.

Folge 12: Die sozialpolitische Revolution bleibt aus
Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Schnapsidee

In unsicheren Zeiten ist der Sozialstaat gefragt. Das gilt auch in Zeiten von Corona. Der Sozialstaat garantiert ein Mindestmaß an individueller Sicherheit. Ein Grundpfeiler ist die Hilfe für Menschen in existentieller Not. Ganz ohne Probleme geht das aber nicht ab. Das Sozialstaatsdilemma ist allgegenwärtig. Der Konflikt zwischen Fürsorge und Eigeninitiative bricht immer wieder auf. Weltweit handhaben ihn die Länder unterschiedlich. Keines hat allerdings den Weg eines bedingungslosen Grundeinkommens gewählt. Überall geht es um eine wirksamere Hilfe zur Selbsthilfe. Die Pfadabhängigkeit dominiert, die sozialpolitische Revolution bleibt aus, die Länder setzen auf Evolution. Die Systeme der Grundsicherung werden reformiert. Allerdings führen viele Wege nach Rom. Es liegt an uns zu entscheiden, welchen wir einschlagen.

Über diese Themen diskutieren Prof. Dr. Ronnie Schöb und Prof. Dr. Norbert Berthold.

Aus dem Inhalt:

Grundzüge des Sozialstaates und das Sozialstaatsdilemma (ab Minute 00:20) +++ 

Idee und Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens (ab Minute 13:40) +++ 

Finanzierungsfragen und Anreizeffekte des bedingungslosen Grundeinkommens (ab Minute 18:15) +++ 

Modellprojekte (ab Minute 33:20) +++ 

Alternative: Solidarische Grundsicherung (ab Minute 39:40) +++

Prof. Dr. Ronnie Schöb ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Seine Schwerpunkte sind: Arbeitsmarktpolitik, Steuerlehre, Reform des Sozialstaates, Umweltökonomie und Ressourcenökonomie. Seit 2008 ist er Forschungsprofessor am ifo-Institut Dresden. Frühere Stationen an der Universität München, University of Essex (UK), University of Western Ontario (Canada), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und als Geschäftsführer des Vereins für Socialpolitik.

Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Hamburg, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.

Folge 11: Identitätspolitik
Belastung für Wirtschaft und Gesellschaft?

Identitätspolitik bestimmt zunehmend die Schlagzeilen. Kleine, gut organisierte Gruppen verfolgen ihre Anliegen mit Nachdruck und Vehemenz. Sie treiben die Öffentlichkeit nicht selten vor sich her. Vorgeblich geht es den Identitätsgruppen um Gleichberechtigung. Tatsächlich entpuppt sich ihr Handeln aber oft als reine Interessenpolitik und weniger als Kampf für universelle Werte und Gemeinsamkeiten. Im Ergebnis wird die Fragmentierung der Gesellschaft dadurch verstärkt. Woher kommt die Identitätspolitik? Welche Implikationen sind für die Wirtschaftspolitik denkbar?

Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Thomas Apolte und Dr. Jörn Quitzau.

Aus dem Inhalt:

Was ist Identitätspolitik und woher kommt sie? (ab Minute 03:25) +++

Was bedeutet die Identitätspolitik für die Gesellschaft? (ab Minute 21:06) +++

Gibt es wirtschaftspolitische Implikationen? (ab Minute 28:18) +++

Prof. Dr. Thomas Apolte ist geschäftsführender Direktor des Centrums für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung (CIW) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er war Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftssysteme und Institutionenökonomik des Vereins für Socialpolitik. Zuvor war Thomas Apolte Professor für Wirtschaftspolitik am Institut für Ökonomische Bildung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er blickt zudem auf verschiedene Stationen als Gastprofessor und Gastforscher in den USA und in Polen zurück.

Dr. Jörn Quitzau ist Leiter Wirtschaftstrends beim Bankhaus Berenberg. Zuvor war er Senior Economist bei Deutsche Bank Research. Gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Berthold ist er Mitinitiator dieses Podcasts.

Folge 10: Rentenversicherung
Die Demographie-Falle schnappt zu

Die Sicherheit der gesetzlichen Rente ist ein Dauerthema. Jetzt, da die Baby-Boomer sukzessive in den Ruhestand gehen, werden die Lasten weiter steigen und die Lage spitzt sich zu. Was sind die grundlegenden Probleme der Gesetzlichen Rentenversicherung, welche politischen Fehler gilt es zu korrigieren und welche Reformen bräuchten wir, um die umlagefinanzierte Alterssicherung nachhaltiger zu gestalten?

Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen und Prof. Dr. Norbert Berthold.

Aus dem Inhalt:

Einleitung: Probleme der Gesetzlichen Rentenversicherung  (ab Minute 00:55) +++

Ursachen für finanzielle Probleme der GRV. (ab Minute 06:23) +++

Gute und schlechte Reformen in der Rentenversicherung. Politische Fehler der letzten 15 Jahre (ab Minute 12:52) +++

Was für Reformen bräuchten wir? (ab Minute 25:22) +++

Werden sich „die Alten“ politisch durchsetzen, weil sie in der Überzahl sind? (38:05) +++

Wo steht die Rentenversicherung in 20 Jahren? (41:04) +++

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen ist Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und war Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019). Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten ihn u.a. in die USA aber auch immer wieder in die skandinavischen Länder. Neben seiner Mitwirkung an internationalen Forschungsprojekten beteiligt er sich – zum Beispiel als Mitglied der Rürup-Kommission, der Kommission Steuergesetzbuch oder als Vorstand der Stiftung Marktwirtschaft – an Fragen der praktischen Sozialpolitik.

Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Hamburg, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.

Blog-Beitrag zum Thema:

Norbert Berthold: 22-43-67-4. Der „Da Vinci-Code“ der Alterssicherung

Folge 9: Die Ökonomie der öffentlichen Meinung

Die öffentliche Meinung bildet die tatsächliche Meinung aller Bürger nicht unbedingt korrekt ab. Da sich Politiker bei ihren Entscheidungen oft am Stimmungsbild der Öffentlichkeit orientieren, kann eine verzerrte öffentliche Meinung zu falschen oder suboptimalen (wirtschafts-) politischen Entscheidungen führen.

Welche Mechanismen führen zu einer verzerrt dargestellten öffentlichen Meinung? Und welche Ansätze gibt es, damit das öffentliche Meinungsbild ausgewogener und nicht von meinungsstarken und mächtigen Kleingruppen verfälscht wird?

Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. David Stadelmann und Dr. Jörn Quitzau.

Aus dem Inhalt:

Einleitung: Weshalb ist eine von Kleingruppen verzerrte öffentliche Meinung problematisch?  (ab Minute 00:33) +++

Wie kommt es dazu, dass die Meinungen der schweigenden Mitte in der öffentlichen Debatte oft fehlen? Was sind die Voraussetzungen für eine „Schweigespirale“? Ergebnisse von Sozialexperimenten. (ab Minute 03:56) +++

Erkenntnisse der ökonomischen Theorie der Politik zum Einfluss von gut organisierten Kleingruppen. (ab Minute 12:23) +++

Lösungsmöglichkeiten. (ab Minute 16:45) +++

Prof. Dr. David Stadelmann (MA MSc) ist seit 2013 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Er ist u.a. Research Fellow bei CREMA (Center for Research in Economics, Management and the Arts), BEST (Centre for Behavioural Economics, Society and Technology), dem Walter-Eucken-Institut, IREF (Institute for Research in Economic and Fiscal Issues), Ostrom Workshop der Indiana University.

Dr. Jörn Quitzau ist Leiter Wirtschaftstrends beim Bankhaus Berenberg. Zuvor war er als Senior Economist bei Deutsche Bank Research. Gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Berthold ist er Initiator dieses Podcasts.

Folge 8: Wettbewerb der Ideen
Der bessere Ansatz in der Corona-Krise?

Nach einem Jahr Corona-Krise fällt das Zeugnis für das politische Pandemiemanagement gemischt aus. Zunächst handelte der Staat konsequent und sachgerecht und trug damit zu einer schnellen Beruhigung der Infektionslage bei. Der Politik hat es dann aber nicht mehr gereicht, einen Handlungsrahmen zu setzen und die Wirtschaft nur dort herunterzufahren, wo aufgrund der Kontaktdichte Infektionen kaum zu vermeiden sind (z.B. Veranstaltungen/Konzerte). Stattdessen hat die Regierung immer wieder weitgehend pauschale Lockdowns verhängt oder verlängert. Sie hat es versäumt, die Kreativität der Unternehmen und den Wettbewerb der Ideen zwischen den Regionen zu nutzen. Somit ist auch ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie ein differenzierter Umgang mit dem Infektionsgeschehen allenfalls schemenhaft zu erkennen.

Welche Alternativen hätte es gegeben? Welche Staatsformen haben sich beim Pandemiemanagement als erfolgreich erwiesen? Ist der Begriff des föderalen „Flickenteppichs“ angemessen oder wäre der Wettbewerb der Regionen nicht vielmehr ein Teil der Lösung?

Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Thomas Mayer, Prof. Dr. Norbert Berthold und Dr. Jörn Quitzau.

Prof. Dr. Thomas Mayer ist Gründungsdirektor und Leiter des Flossbach von Storch Research Institute. Er war Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe und Leiter von Deutsche Bank Research. Zuvor bei Goldman Sachs, Salomon Brothers, Internationaler Währungsfonds und Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Seit 2015 Honorarprofessor der Universität Witten-Herdecke.

Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Hamburg, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Mitinitiator dieses Podcasts.

Dr. Jörn Quitzau ist Leiter Wirtschaftstrends beim Bankhaus Berenberg. Zuvor war er als Senior Economist bei Deutsche Bank Research. Er ist Mitinitiator dieses Podcasts.

 

Folge 7: Geldpolitik: Zentralbanken auf neuen Wegen

Die Zentralbanken haben nach der globalen Finanzkrise neue Wege eingeschlagen. Teile ihrer Geldpolitik gelten als unorthodox. Wie lange lässt sich die unorthodoxe und ultra-expansive Geldpolitik noch weiterführen, ohne dass es zu Inflation oder gefährlichen Übertreibungen an den Finanzmärkten kommt? Welchen Weg wird die EZB einschlagen und was ist vom digitalen Euro oder einer „grünen“ Geldpolitik zu halten?

Diese und weitere Fragen diskutieren Dr. Jörg Krämer und Dr. Jörn Quitzau.

Aus dem Inhalt:

Wie hat sich die EZB seit ihrem Start gewandelt? Was ist die Aufgabe der Notenbanken und wie erfolgreich war die EZB in den vergangenen Jahren? (ab Minute 00:33) +++

Wie ist die unorthodoxe Geldpolitik einzuordnen? Wie lange können die Zentralbanken noch an dieser Art Geldpolitik festhalten und wie kommen sie wieder heraus? (ab Minute 06:20) +++

EZB: Überprüfung der geldpolitischen Strategie (ab Minute 14:29) +++

Digitaler Euro: Was ist eine digitale Zentralbankwährung? (ab Minute 20:07) +++

„Grüne“ Geldpolitik: Ist Umweltschutz eine Aufgabe für Zentralbanken? Welche Ansatzpunkte gibt es für die EZB? (ab 23:35)

Die Referenten:

Dr. Jörg Krämer ist Chef-Volkswirt der Commerzbank. Frühere Stationen bei der HypoVereinsbank, Invesco, Merryll Lynch und dem Institut für Weltwirtschaft.

Dr. Jörn Quitzau ist Leiter Wirtschaftstrends beim Bankhaus Berenberg.

Folge 6: Regulierung des Fußballs

Der Profifußball ist längst nicht mehr nur Sport, er hat inzwischen auch wirtschaftlich und politisch erhebliche Bedeutung. Warum ist der Fußball ein Fall für die Wirtschaftspolitik? Warum akzeptiert das Bundeskartellamt ein Verkaufskartell bei den Fernsehrechten? Welche Besonderheiten gibt es im Profisport gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen? Und welche Regulierungsmöglichkeiten gibt es?

Diese und weitere Fragen diskutieren Prof. Dr. Frank Daumann, Prof. Dr. Florian Follert und Prof. Dr. Justus Haucap.

Aus dem Inhalt:

Zentralvermarktung der TV-Rechte: Wettbewerbs- und sportökonomische Problematik und Aspekte der Erlösumverteilung (ab Minute 01:25) +++

Wäre eine Gehaltsobergrenze („Salary cap“) ein geeignetes Instrument, die sportliche Ausgeglichenheit zu erhöhen? (ab Minute 12:08) +++

Sind die Gehälter gerecht? Wie steht es um die „Gender pay gap“ im Fußball? (ab Minute 19:29) +++

„National League Principle“: Könnten kleinere nationale Ligen miteinander fusionieren, um die Spannung in den Ligen zu erhöhen? (ab Minute 28:42) +++

Die Referenten:

Prof. Dr. Frank Daumann ist Inhaber des Lehrstuhls für Sportökonomie und Gesundheitsökonomie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Prof. Dr. Florian Follert ist Assistenzprofessor für Unternehmensrechnung und Sportökonomik an der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen am Wallersee, Österreich.

Prof. Dr. Justus Haucap ist Direktor des Instituts für Wettbewerbsökonommie (DICE) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er war acht Jahre Mitglied der Monopolkommission, davon vier Jahre auch ihr Vorsitzender.

Folge 5: Die Rückkehr der Inflation

Die Inflationsrate der Eurozone ist zum Jahresbeginn um 1,2 Prozentpunkte nach oben geschossen. An den Finanzmärkten macht sich Inflationsangst breit. Ist das bloß eine Momentaufnahme oder ist es der Beginn anhaltend höherer Preise? Verfügen die Notenbanken über geeignete Instrumente, den Preisauftrieb zu bremsen? Oder sind ihnen die Hände gebunden, weil die hochverschuldeten Staaten keine höheren Zinsen verkraften könnten?

Diese Fragen diskutieren Prof. Dr. Michael Heise, Prof. Dr. Norbert Berthold und Dr. Jörn Quitzau.

Aus dem Inhalt:

War es eine Überraschung, dass die Preise trotz extrem expansiver Geldpolitik in der letzten Dekade kaum gestiegen sind? (ab Minute 01:35) +++

Die Inflationsraten sind im Januar deutlich nach oben gesprungen – ein Einmaleffekt? (ab Minute 04:45) +++

Zusammenhang von Geldmenge und Preisentwicklung. Die Rolle der Finanzkrise 2008/09. Strukturelle Gründe für schwache Inflation. (ab Minute 09:00) +++

Behindert die Demographie die Wirksamkeit der Geldpolitik? (ab Minute 22:45) +++

Fiskalpakete, Staatsschulden und deren Folgen für die Inflation (ab Minute 29:20) +++

Können die Notenbanken noch unabhängig agieren oder sind ihnen wegen zu hoher Staatsschulden und drohender Finanzmarktturbulenzen die Hände gebunden? (ab Minute 37:35) +++

Ausblick auf die Verbraucher- und Vermögenspreisentwicklung (ab Minute 49:07) +++

Folge 4: Konjunkturausblick kompakt: Große Chancen, große Risiken

Aus dem Inhalt:

Was war konjunkturell die größte Überraschung 2020? (ab Minute 00:31)

Welcher Konjunkturverlauf ist für 2021 wahrscheinlich? (ab Minute 01:51)

Was sind die Risiken für die Konjunktur? (ab Minute 09:47)

Mögliche Nebenwirkungen der Konjunkturpolitik (ab Minute 18:43)

Unser Experte:

Prof. Dr. Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur am IW Köln. Professur an der Internationalen Hochschule Bad Honnef/Bonn im Fach Volkswirtschaftslehre.

Das Gespräch führte Jörn Quitzau.

Folge 3: Europäische Super-Liga oder Champions-League-Reform?

Aus dem Inhalt:

Immer wieder kursieren Gerüchte und Meldungen über eine geschlossene Europäische Super-Liga durch die Medien. Kürzlich haben FIFA und UEFA einer solchen Liga eine Absage erteilt. Ist die Idee damit endgültig vom Tisch? Droht stattdessen eine weitere Aufstockung der Champions League mit noch mehr sicheren Spielen in der Gruppenphase? (ab Minute 03:35)

Fehlentwicklungen: Verliert der Fußball die Akzeptanz der Fans ? Oder verändert sich der Fußball nur so, wie sich auch die Fans verändert haben? Kann sich der Fußball selbst regulieren oder braucht es Unterstützung von Politik und Regulierungsbehörden? (ab Minute 26:30).

Unser Experte:

Georg Pangl hat seit 1986 in leitenden Funktionen im internationalen Fußball gewirkt. Er war u.a. Vorstand der österreichischen Fußball Bundesliga und von 2005 bis 2014 zudem UEFA-Delegierter und FIFA-Kommissar. Als Generalsekretär der European Leagues vertrat Georg Pangl von 2014 bis 2019 die Interessen von 36 europäischen Profiligen gegenüber der UEFA, ECA und FIFPro auf EU-Ebene. Er galt dabei als Vertreter der sogenannten kleinen Ligen und Klubs und warnte immer wieder vor den Folgen der finanziellen Ungleichheit. Aktuell ist er Geschäftsführer der Pangl Football Group, die sich mit diversen Projekten im internationalen Fußball befasst.

Folge 2: Globalisierung: Wer gewinnt, wer verliert?

Warum hat die Globalisierung einen so schweren Stand? Donald Trump hat einen Handelskrieg mit China angezettelt und auch Joe Biden wird wohl eine harte Haltung gegenüber China beibehalten. Die Hochphase der Globalisierung scheint vorbei zu sein. Ein Grund ist, dass die Globalisierung zwar insgesamt zu Wachstum und Wohlstand führt, gleichzeitig aber die Gewinne ungleich verteilt sind.

Die Referenten sind Prof. Dr. Norbert Berthold (Julius Maximilians-Universität Würzburg) und Prof. Dr. Henning Klodt (ehemals Institut für Weltwirtschaft in Kiel). Das Gespräch führt Dr. Jörn Quitzau, Volkswirt beim Bankhaus Berenberg).

Aus dem Inhalt:

  • Die Vorteile des Freihandels (ab Minute 2:10)
  • Unfairer Wettbewerb, China als Problem und die Industriestrategie von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (ab Minute 4:55)
  • Strukturwandel als Herausforderung (ab Minute 12:30)
  • Sozialpolitische Aspekte (ab Minute 18:50)
  • Migration und polit-ökonomische Fragen (ab Minute 23:20)

Folge 1: Corona: Die Kosten der Krise

In der ersten Folge geht es um die finanziellen Kosten der Corona-Krise: Wie sehr steigen die Staatsschulden? Wie können die Schulden später wieder zurückgeführt werden? Welche Rolle spielen die Notenbanken? Was hat es mit dem “Wiederaufbaufonds” (Next Generation EU) auf sich? Unsere Experte für diese Fragen ist Prof. Dr. Friedrich Heinemann vom ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung). Das Gespräch führt Dr. Jörn Quitzau, Volkswirt beim Bankhaus Berenberg.

Aus dem Inhalt:

  • Wie gefährlich sind die Schuldenberge und wie lassen sie sich wieder abbauen? (ab Minute 2:58)
  • Welche Rolle spielen die EZB und andere Zentralbanken bei der Schuldenfinanzierung? (ab Minute 9:36)
  • Was sind die Besonderheiten des “Wiederaufbaufonds”, den die EU in der Krise im Sommer 2020 auflegte? (ab Minute 24:23)