Gastbeitrag
Interessen zuerst
Warum Europa ohne Interessenpolitik im globalen Wettbewerb verliert

Die internationale Wirtschaftsordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Während Staaten wie China ihre Wirtschafts-, Industrie- und Handelspolitik konsequent an nationalen Interessen ausrichten, wirkt die Europäische Union zunehmend strategielos. Das ist kein Zufall ist, sondern das Ergebnis einer politischen Verschiebung: weg von interessengeleiteter Politik, hin zu einer normativ überfrachteten Transformationsagenda ohne klare Priorisierung. In einer Welt des Systemwettbewerbs kommen zuerst Interessen, dann Werte. Dabei müssen sie nicht im Widerspruch zueinander stehen, aber ohne diese Priorisierung bleibt strategische Handlungsfähigkeit Illusion.

Gastbeitrag
Was steckt hinter der Deglobalisierung?

Der Welthandel wächst seit gut fünfzehn Jahren langsamer als die Weltwirtschaft. Wir zeigen, dass dieses häufig als Deglobalisierung bezeichnete Phänomen hauptsächlich auf die wirtschaftliche Entwicklung Chinas zurückgeht. Auch eine Verschiebung der globalen Handelskorridore geht teilwise auf geopolitische Spannungen mit China zurück. Interessant ist, dass die Unternehmen in vielen Ländern ihre Lieferketten bisher nicht unabhängiger von China gemacht haben und Lieferketten nicht renationalisieren.

6. Würzburger Ordnungstag (1)
Die Handelspolitik des Donald Trump
Angriff auf die multilaterale Ordnung oder zocken bis der Arzt kommt?

„Trump’s approach to foreign policy is the opposite of President Theodore Roosevelt’s famous early-twentieth-century dictum: ‚Speak softly and carry a big stick.‘ Trump’s modus operandi …