Schlechte Nachrichten von der Bundespressekonferenz
Kriminalstrafen für Doping

Thomas de Maziere (CDU) und Heiko Maas (SPD) stellten kürzlich einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung des Doping vor. Diese initiative wurde allgemein mit Beifall begrüßt. Aber was geht es Aussenstehende und den Staat eigentlich an, wenn Spitzensportler sich dopen? Wenn ihre Verbände es nicht hinbekommen, entsprechende Kontrollen durchzusetzen, warum soll der Staat das tun? Niemand muss Spitzensport betreiben und niemand muss sich dopen, um mitzumachen. Das sind private Entscheidungen, die auch privat bleiben sollten. Und natürlich können wir alle weiter Sport betreiben, ohne uns zu dopen.

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Achtung Statistik
Wer ist besser: THW Kiel oder Bayern München?

Bayern München wurde gerade mit einer in vielerlei Hinsicht historischen Saisonleistung Deutscher Fußballmeister. Aber an dieser Stelle wird der norddeutsche Handballfan natürlich einwenden, dass dies nichts im Vergleich zur Leistung des THW Kiel in der Vorsaison war, in der die Kieler alle Spiele gewannen. Aber lassen sich solche Erfolge in unterschiedlichen Sportarten eigentlich einfach miteinander vergleichen? Tatsächlich ist es so, dass es in einem Fußballspiel häufig 20 und mehr Torgelegenheiten gibt, aber im Durchschnitt nur etwa drei Tore fallen. Es sind also nur wenige Torgelegenheiten tatsächlich erfolgreich und der Zufall spielt somit ganz offensichtlich eine bedeutsame Rolle. Hingegen fallen in einem Handballspiel häufig 50 und mehr Tore und ein hoher Anteil der Angriffe endet mit einem erfolgreichen Torwurf. Der Zufall spielt eine geringere Rolle.

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Wer ist besser: THW Kiel oder Bayern München?”
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„Dick sein ist keine physiologische Eigenschaft – das ist eine Weltanschauung.“ (Tucholsky, 1920)

Betrachtet man die Entwicklung der Gesundheit der deutschen Bevölkerung, scheint eine solche Art der Weltanschauung, wie sie der große deutsche Spötter Tucholsky äußert, weit verbreitet zu sein: Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der DKV, die von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) durchgeführt wurde und zum Ziel hatte, die gesundheitsbezogene Lebensweise der Deutschen abzubilden, ergab, dass lediglich 11% der 3.032 Befragten allen gestellten Anforderungen[1] an eine gesunde Lebensweise gerecht werden (Mensik et al. 2012). Als besondere Problemfelder, die einer gesunden Lebensweise im Wege stehen, werden dabei vor allem unangemessene Ernährung und zu wenig Bewegung identifiziert. So bewegen sich nur 54% der Deutschen ausreichend, das heißt mindestens 150 Minuten bei moderater Aktivität pro Woche, obwohl hierzu schon die tägliche Wegstrecke bis zur Arbeitsstätte, wird sie mit dem Fahrrad zurückgelegt, zählt. Im Vergleich zur letzten DKV-Studie mit diesem Hintergrund verschlechterte sich das gesundheitsfördernde Verhalten der Deutschen: 2010 konnten noch 14% der Befragten die Benchmarks erfüllen, dabei erreichten 60% (54% in 2012) der Deutschen die Mindestempfehlung bezüglich sportlicher Aktivität.

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Ist Sport ein globales öffentliches Gut?

Daß Finanzstabilität kein Problem ist, das sich noch auf nationalstaatlicher Ebene managen läßt, ist spätestens seit der Finanzkrise ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Das Phänomen der Globalisierung, also der weltweiten Verflechtung und Verdichtung globaler Beziehungen, vorangetrieben durch den technischen Fortschritt im Bereich der Kommunikations- und Transporttechnologien, hat nicht nur Auswirkungen auf den Bereich der Politik oder Wirtschaft. Auch der Sport unterlag in den letzten 20 Jahren einem Wandel, obwohl spätestens mit Anbeginn des Konzepts der Olympischen Spiele (1896) von ersten internationalen Tendenzen gesprochen werden kann (Bour und Gouget, 2006).

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