Corona, Länder und Wirtschaft (3)
Österreich – Achillesferse Tourismus

Österreichs Wirtschaft ist bislang vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Die seit dem Frühjahr laufende Erholung wird sich im zweiten Halbjahr fortsetzen, wobei auch die recht positive Entwicklung bei wichtigen Handelspartnern wie Deutschland und den Ländern in Osteuropa helfen wird. Eine Belastung dürfte hingegen bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffs die große Bedeutung der Tourismusbranche bleiben. Trotzdem dürfte die Wirtschaft in Österreich 2021 um 4,5% zulegen.

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Podcast
Corona-Schock, Wumms-Ökonomie und Zombie-Wirtschaft

Die Corona-Krise kam überraschend. Seither leidet die Weltwirtschaft. Der Schock wurde nicht durch die Ökonomie, sondern ein Virus ausgelöst. Er versetzte die Wirtschaft mit staatlicher Hilfe in eine angebotsseitige Schockstarre. Seither hat der Staat das Kommando übernommen. Mit einem nachfrageseitigen „Wumms“ soll die Ökonomie nach dem Lockdown wieder zu neuem Leben erweckt werden. Gigantische fiskalische Rettungspakete pflastern seither den wirtschaftspolitischen Weg.

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Kurz kommentiert
Corona-Neuinfektionen bald wieder rückläufig?

Die Reisewelle hat in Deutschland die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich ansteigen lassen. Jetzt geht die Angst um, dass sich die Situation mit der Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebs weiter verschärft. Doch ein Blick auf die Infektionszahlen der Bundesländer, wo der Schulbetrieb wieder läuft, macht Hoffnung, dass bei konsequenter Einhaltung der Corona-Maßnahmen die Infektionszahlen in den kommenden Wochen wieder sinken.

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Corona-Schock, Wumms-Ökonomie und Zombie-Wirtschaft
Deutschland auf dem Weg in die Staatswirtschaft?

“Isch scheiß disch sowatt von zu mit meinem Jeld, dat de keine ruhije Minute mehr hass.” (Heinrich Haffenloher (Mario Adorf) in „Kir Royal”)

Covid-19 hält die Welt in Atem, medizinisch und ökonomisch. Ein schnelles Ende der Seuche ist nicht in Sicht. Das verunsichert die Menschen weltweit. In Zeiten von Krisen suchen sie mehr Sicherheit. Wirksame Hilfe erhoffen sie sich vom Staat. Er soll die Unsicherheiten verringern. Wirtschaftlich soll er Arbeitsplätze erhalten, medizinisch die Seuche eindämmen. Vom Markt erwarten die Bürger wenig. Das ist erstaunlich. Letztlich kann nur der Markt wirklich helfen. Das gilt für die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten. Es trifft aber auch für den wirtschaftlich sinnvollen Umgang mit der Seuche zu. Nur Innovationen – ökonomische und medizinische – können den Menschen helfen, mit der Seuche zu leben. Die entstehen im Wettbewerb und nicht in der Staatswirtschaft. Das alles wird in den Hintergrund gedrängt. Staatliche Aktivitäten dominieren. Und die Politik kleckert nicht, sie klotzt. Gigantische monetäre und fiskalische Rettungsschirme bestimmen die wirtschaftliche Szene. Nur mit einem mächtigen „Wumms“ sei der Krise zu entkommen. Das posaunen uns die politischen Entscheidungsträger aller Parteien ins Ohr.

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Corona, Länder und Wirtschaft (2)
Belgien: Auf dem Weg der Erholung

Trotz sehr hoher Fallzahlen ist die belgische Wirtschaft nicht stärker eingebrochen als der Durchschnitt des Euroraums. In den vergangenen Monaten hat auch bereits eine merkliche Erholung eingesetzt, und der Arbeitsmarkt zeigt sich vergleichsweise robust. Trotz zuletzt wieder höherer Infektionszahlen dürfte sich die Erholung in den kommenden Monaten fortsetzen, wovon auch die öffentlichen Finanzen profitieren würden. Neben einer zweiten Infektionswelle bleibt die hohe Verschuldung der Unternehmen das Hauptrisiko. An den Märkten handeln belgische Staatsanleihen teurer, als fundamental gerechtfertigt wäre.

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Corona, Länder und Wirtschaft (1)
Die Niederlande meistern die Wirtschaftskrise am besten

Die Niederlande scheinen von den größeren Euro-Ländern am besten durch die Corona-verursachte Wirtschaftskrise zu kommen. Weil die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus weniger restriktiv waren als in den anderen Ländern, war der Konjunktureinbruch weniger stark. Nun scheint auch die Erholung recht dynamisch zu sein. Dies hilft dabei, das Haushaltsdefizit und den Anstieg der öffentlichen Verschuldung in Grenzen zu halten, was den Kurs der niederländischen Staatsanleihen stützen dürfte.

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Immunitätszertifikate (2)
Immunität und Gleichheit

In ihrem Beitrag „Zertifizierte Corona-Immunität als Ressource“ untermauern Eichenberger/Hegselmann/Stadelmann ihren Vorschlag, vom COVID-19-Virus genesene Personen mit Immunitätszertifikaten auszustatten, die sie von rechtlichen Normen, die auf die Verhinderung der Verbreitung des Virus zielen, exemieren sollen. Der dahinter stehende Gedanke: da diese Menschen nach dem gegenwärtigen Stand der Medizin zumindest für einen bestimmten Zeitraum, dessen Dauer noch nicht geklärt ist, gegen das Virus immun sein dürften, und dieses auch nur eingeschränkt weiter verbreiten dürften, sollen diese Personen dazu beitragen können, den Wirtschaftskreislauf zu beleben und können insbesondere in Gesundheitsberufen tätig sein.

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Gastbeitrag
Verhältnismäßigkeit in der Pandemie: Geht das?
Corona, Lockdown und verlorene Lebensjahre

Das Jahr 2020 scheint in vieler Hinsicht Rekorde zu schreiben: Fast 9.000 Todesopfer sind in Folge der Covid-19-Pandemie alleine in Deutschland zu verzeichnen. Insgesamt wurde Deutschland allerdings weitaus weniger stark getroffen als beispielsweise Italien oder Spanien, obwohl die Bundesregierung hinsichtlich der Isolationsmaßnahmen und des ökonomischen „Lockdowns“ deutlich moderatere Wege eingeschlagen hat als viele andere Länder der westlichen Welt. Nur die schwedische Regierung ist noch moderater gefahren, und verfolgte eine auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruhenden Laissez-faire-Strategie. Liegt in der schwedischen Vorgehensweise eine Alternative und hätte eine viermal höhere Sterblichkeit wie in Schweden billigend in Kauf genommen werden sollen? Unabhängig vom Grad der verhängten Isolationsmaßnahmen sind die wirtschaftlichen Aktivitäten durch den Ausfall der globalisierten Wertschöpfungsketten überall zum Stillstand gekommen, wodurch 2020 das Jahr mit dem stärksten Konjunktureinbruch seit dem schwarzen Freitag in 1929 werden kann. Die Staatsverschuldung vieler Länder wird in astronomische Größenordnungen katapultiert und zukünftige Steuer- und Beitragszahler werden die Lasten zu schultern haben. Ob sich der finanzielle Aufwand tatsächlich „gelohnt“ hat wird nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert, zumal doch in erheblichem Maße „Menschenleben gerettet“ worden sind.

Gastbeitrag
Verhältnismäßigkeit in der Pandemie: Geht das?
Corona, Lockdown und verlorene Lebensjahre
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Immunitätszertifikate (1)
Zertifizierte Corona-Immunität als Ressource

Pandemien und die Reaktionen auf Pandemien verstärken das allgemeine Knappheitsproblem in der Gesellschaft. Mit der Ausbreitung von Covid-19 wächst jedoch eine Ressource zur Bewältigung der Krise. Diese Ressource sind die Corona-Immunen. Diese Ressource kann eingesetzt werden. Dafür muss sie gesucht, gefunden und zertifiziert werden.

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Gastbeitrag
Corona-Krise und Klimawandel
Technologische Lösungen notwendig

Corona-Krise und Klimawandel unterscheiden sich hinsichtlich der individuell gefühlten Betroffenheit und der Bereitschaft der Menschen, zur Lösung des Problems auf Gewohntes zu verzichten. Gemeinsam haben beide Herausforderungen, dass bessere technologische Lösungen notwendig sind, um hohe volkswirtschaftliche Kosten zu vermeiden. Bei der Corona-Krise zählen wirksame Medikamente und Impfstoffe gegen das Virus zu diesen Technologien. Beim Klimaschutz benötigen wir leistungsfähige, möglichst CO2-arme, regelbare und kostengünstige Energieträger, die klimaverträgliches Wachstum ermöglichen. Daran sollten die klügsten Köpfe der Welt in den kommenden Jahren forschen.

Gastbeitrag
Corona-Krise und Klimawandel
Technologische Lösungen notwendig
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