Monatsarchiv für Juli 2009

Wahlrecht, Populisten und irrationale Politik
Warum der Glaube an den Weihnachtsmann die Politik bestimmt

Mittwoch, den 29. Juli 2009

Das Grundgesetz der Bundesrepublik gilt zu Recht als ein Glücksfall, denn es hat nach den Jahren der Nazibarbarei die Prinzipien der Menschenwürde und der offenen Gesellschaft tief in unserer Gesellschaft verankert. Wer hätte das 1945 für möglich gehalten? Das ändert aber nichts daran, dass das Grundgesetz jenseits seiner unumstößlichen Grundsätze nicht auch Gegenstand öffentlicher Diskurse [...]

Rettet die Zentralbanken!
Die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank ist in Gefahr

Samstag, den 25. Juli 2009

Es kommt nicht selten vor, daß die Unabhängigkeit von Zentralbanken kritisiert wird. Normalerweise hört man Forderungen nach einer stärkeren politischen Kontrolle von Zentralbanken dann, wenn ihre Kritiker das Zinsniveau für zu hoch halten. In fast jeder Aufschwungsphase findet man jemanden, der meint, die Zinserhöhungen kämen viel zu früh und würden die gerade einsetzende Erholung abwürgen. [...]

Metapher statt Prophetie
Was Ökonomen von Geisteswissenschaftlern lernen können

Mittwoch, den 22. Juli 2009

Der Anforderungskatalog, den John Maynard Keynes für gute Ökonomen aufstellte, hat es in letzter Zeit (auch in diesem Blog) zu einiger Berühmtheit gebracht. Keynes schreibt über seinen Lehrer Alfred Marshall (und kennt in seiner eigenen Person gewiss zumindest noch einen Ökonomen, auf den all das zutrifft): „Er (i.e. ein Meisterökonom) muss einen hohen Standard in [...]

Krise! Welche Krise?
Fußballboom in Europa!

Sonntag, den 19. Juli 2009

„Geld schießt keine Tore“ (Otto Rehhagel)
Die Welt ist seit dem Fall von Lehman Brothers wirtschaftlich aus den Fugen geraten. Eine Branche nach der anderen kommt in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten. Trotz vielfältiger staatlicher Hilfe gehen Unternehmen reihenweise Pleite. Die Angst vor massenhafter Arbeitslosigkeit geht um. Spätestens nach den Bundestagswahlen wird sich zeigen, die Party ist endgültig [...]

Berlin und Brüssel können Bürgerinteressen nicht genug vertreten:
Es lebe die Karlsruher Republik!

Donnerstag, den 16. Juli 2009

Gysi und Gauweiler sei Dank! Starbatty sowieso. Sie, die Dissidenten des politischen „mainstream“ – als Linke, Rechte und Liberale – haben in „Karlsruhe“ gegen „Lissabon“ geklagt und gegen „Berlin“ gewonnen. Die Sache ist kompliziert, aber auch aufschlussreich. Ebenso wie das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG). Ich bin nun kein Jurist, habe mich aber, wie es [...]

Gastbeitrag:
Die private Krankenversicherung darf nicht überfordert werden

Montag, den 13. Juli 2009

Die vom Verfassungsgericht bestätigten Regeln passen nicht zum Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherung. Politische Bestrebungen, die gesetzlichen Krankenkassen zu Lasten der privaten zu stärken, gehen fehl. Sie führen zu weniger statt zu mehr Nachhaltigkeit.

Der MBA-Eid
Modewelle oder ernsthafte Initiative?

Donnerstag, den 9. Juli 2009

Am  3. Juni diesen Jahres leisteten mehr als 400 Studenten der Harvard Business School einen so genannten MBA-Eid. Bei der Veranstaltung handelte sich um eine Initiative der Absolventen, der sich mehr als die Hälfte der Harvard Absolventen des Jahrgangs anschloss. Die Absolventen beeideten u.a. feierlich, dass sie sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen und mit größter [...]

Sollte die Tour de France durch öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland übertragen werden?

Montag, den 6. Juli 2009

Aufgrund der Dopingskandale im Radsport in den letzten Jahren beabsichtigten die öffentlichen Sender, in diesem Jahr die Tour de France nicht live zu übertragen. Aufgrund ihrer vertraglichen Verpflichtungen müssen ARD und ZDF entgegen ihrer Absichten von der Tour berichten; der dafür vereinbarte Preis beträgt für den Zeitraum 2009 bis 2011 20 Millionen Euro.

Ordnungsökonomik ist Institutionenökonomik
Der gegenwärtige Ökonomenstreit

Donnerstag, den 2. Juli 2009

Die medial ausgetragene Ökonomen-Kontroverse „Ordnungspolitik versus formal-theoretische Ökonomik“ ist so, wie sie in den letzten Wochen aufgebrochen ist, nicht sehr zielführend. Sie erscheint als eine künstlich erzeugte Blase und entspricht im Übrigen nicht dem wettbewerbsorientierten Postulat der Methodenvielfalt. Auch der Vorwurf gegen deutsche ordnungspolitisch orientierte Ökonomen, sie verträten den Standpunkt eines „deutschen Sonderwegs“ und wollten [...]