Achtung Statistik
Minderheiten und Diskriminierung

Fast jeden Tag werden wir als aufmerksame Leser bei der Zeitungslektüre mit Konflikten zwischen Minderheiten und einer Mehrheit in einer Gesellschaft konfrontiert. Häufig geht es dabei um Diskriminierung der einen Gruppe durch die andere. Die Umstände können dabei völlig verschieden sein. Teilweise geht es um religiöse oder ethnische Unterschiede, teils spielen politische Ansichten oder sexuelle Präferenzen eine Rolle. Und all diese Konflikte haben gemein, dass die tieferen Ursachen und genauen Umstände sehr komplex und vielschichtig sind. Auch die beste Statistik wird also nicht dabei helfen, auch nur einen der Konflikte ansatzweise in der Kürze einer solchen Kolumne darzustellen.

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Quote und kein Ende

Die Diskussion um die Diskriminierung von Frauen ist wahrlich nicht neu und die Grenzerträge zusätzlicher Beiträge haben in manchen Bereichen die Nulllinie bereits erreicht bzw. sogar unterschritten[1]. Beispielsweise hat sich im Bereich der Lohndiskriminierung bzw. der „Gender Pay Gap“ seit Entwicklung der nach ihren geistigen Vätern benannten „Oaxaca-Blinder-Zerlegung“ vor mittlerweile über 40 Jahren kein grundsätzlicher Fortschritt mehr ergeben, sondern nur noch ökonometrisches Feintuning für die zwischenzeitlich immer üppigeren Datensätze.

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Freunde helfen einander, Fremde aber auch

Es ist der Traum von der ganz großen Freundschaft, den die Filmindustrie regelmäßig nutzt, um beim Kinopublikum intensive Emotionen hervorzurufen: Der Soldat rettet im Krieg seinen Freund unter Einsatz des eigenen Lebens, der von der Polizei (unschuldig) Gesuchte findet nur beim Freund Unterschlupf und nicht selten opfert sich der Held des Films für den Freund. Obwohl diese heroischen Taten auch zwischen Freunden keineswegs alltäglich sind, wird der Begriff der Freundschaft doch stets mit der Bereitschaft zur Unterstützung des anderen verbunden. Die Hilfsbereitschaft ist jedoch keineswegs einseitig: In einer Freundschaft helfen sich die Freunde wechselseitig. So mag der Arzt den befreundeten Lehrer unentgeltlich behandeln, doch erwartet er auch, dass dieser Lehrer seiner Tochter ebenso unentgeltlich Nachhilfestunden erteilt. Eine einseitige Freundschaft ist keine Freundschaft!

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Amerika schafft sich auch ab – oder doch nicht?

Kürzlich erschien in der Arbeitspapierreihe des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) ein Papier von James Heckman, das äußerst lesenswert ist. Es geht um die späten Nachwirkungen der Rassendiskriminierung in den USA, die immer noch relevant zu sein scheinen, auch Jahrzehnte nach den Erfolgen der Bürgerrechtsbewegung. In den rohen Einkommensdaten zeigen sich solche Nachwirkungen möglicherweise in den deutlich geringeren Löhnen, die schwarze Amerikaner oder solche mit lateinamerikanischer Herkunft relativ zu weißen Amerikanern verdienen.

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Von Quotengerechtigkeit, Gender-Mainstreaming und anderen Glaubensbekenntnissen

Es ist an sich nichts ungewöhnliches, wenn Politiker oder – wie im vorliegenden Falle – Politikerinnen versuchen, sich gegenseitig die Themen wegzuschnappen. Aber dass die Ministerinnen von der Leyen und Köhler sich gegenseitig das Verdienst über die Einführung einer Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte in Unternehmen abzujagen versuchen, deutet schon darauf hin, um welche Art von Thema es sich handelt: um eines, mit dem sich ordentlich Stimmung machen lässt.

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