Tankrabatt und Spritpreisdeckel
Politik gegen Preissignale
Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, das vom Misstrauen gegenüber dem Preismechanismus geprägt ist. Es hätte bessere Alternativen gegeben.
Das ordnungspolitische Journal
Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, das vom Misstrauen gegenüber dem Preismechanismus geprägt ist. Es hätte bessere Alternativen gegeben.
Wohlstandsmaschine oder „Ende der Welt“? Die Welt diskutiert kontrovers über KI. Die Skeptiker fordern, wie im Manifest „We must act now“, KI stärker zu regulieren. Sicher ist, KI wird den Prozess der „schöpferischen Zerstörung“ verändern. Viel spricht dafür, dass sie ihn beschleunigt. Die Historie disruptiver Technologien verspricht höheren Wohlstand. Wenig spricht dafür, dass uns die Arbeit ausgeht. Einiges spricht dafür, dass sich der Wohlstand (noch) ungleicher verteilt. Alles deutet darauf hin, dass sich die fiskalische Schieflage der umlagefinanzierten Sozialversicherung verstärkt. Die Politik hat es in der Hand, wie sich die Marktmacht großer Anbieter von KI entwickeln wird.
Internationale Trends deuten auf wachsende Ungleichheit und sinkende Aufstiegschancen. Die Schweiz bildet die Ausnahme: Stabile Einkommensverteilung, hohe soziale Mobilität und keine dynastische Verfestigung von Armut. Herkunft prägt – doch sie entscheidet nicht.
Die größte wissenschaftliche Revolution unserer Zeit wird nicht im Labor stattfinden, sondern an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Wenn menschliche Genialität auf die Rechenkraft Künstlicher Intelligenz (KI) trifft, könnte uns eine „Neo-Renaissance“ bevorstehen. Freilich birgt lernfähige KI auch gigantische Risiken, wenn sie sich verselbstständigt und gegen die Menschen richtet. Dieser Aufsatz beleuchtet die Chancen bei dieser Gratwanderung und zeigt, wie aus der Symbiose von Mensch und kontrollierter KI gigantischer Fortschritt entstehen kann – mit dem Menschen als strategischem Dirigenten und der KI als hocheffizientem Assistenten.
China ist groß und mächtig. Doch aufgrund riesiger Überinvestitionen in industrielle Produktionskapazitäten und Immobilien dürfte es seinen Zenit bereits überschritten haben.
Christoph Maurers Beitrag „Der Weg zum klimaneutralen Energiesystem“ ist ein wertvoller Beitrag zur Diskussion um die zukünftige deutsche Stromversorgung. Bemerkenswert ist, wie weit seine Analyse und unsere Studie „Der klimaneutrale Strommix der Zukunft“ in zentralen Punkten übereinstimmen. Dennoch gibt es einen Dissens. Dieser betrifft jedoch weniger die grundlegenden technisch-ökonomischen Zusammenhänge als vielmehr deren Bedeutung und die daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen.
Nicht gleiche Einkommen entscheiden über das Wohl einer Gesellschaft, sondern die Gerechtigkeit ihrer Regeln.
Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Werkzeuge. Erst erfanden wir den Faustkeil, viel später die Dampfmaschine und schließlich den Computer. Mit all diesen Erfindungen haben wir unsere Muskeln entlastet oder das Rechnen beschleunigt. Doch die Erfindung der Künstlichen Intelligenz (KI) stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten: Zum ersten Mal bauen wir eine Maschine, die das ersetzt, was uns als Menschen eigentlich ausmacht: unser Denken, unsere Kreativität, unsere Logik. Während frühere Technologien den Menschen eher assistierten, droht KI ihn zu ersetzen.
Mit den „Unannehmlichkeiten des Sommers“ (Hitze, Wasser, Brände) steigt die Bereitschaft, die Klimapolitik zu überdenken. Die nationale Klimapolitik der Vermeidung ist nackt („Des Kaisers neue Kleider“). Außer (hohen) Spesen nichts gewesen? Die Klimapolitik muss neu austariert werden. Das Gewicht der Vermeidung muss verringert, die Bedeutung der Anpassung erhöht werden. Klimaanpassung ist vor allem eine lokale und regionale Aufgabe. Gefragt ist mehr (dezentraler) wettbewerblicher Föderalismus. Adaptation, Subsidiarität, Konnexität und fiskalische Äquivalenz passen gut zusammen. Eine neue zentralistische Gemeinschaftsaufgabe „Klimaanpassung“ ist dagegen keine gute Idee.
Die Transformation zu einem klimaneutralen Energiesystem bedeutet eine starke Elektrifizierung der Nachfrage und erfordert einen massiven Ausbau systemisch günstiger CO2-armer Stromerzeugung. Bei der Frage, wie der Transformationsprozess möglichst kosteneffizient gestaltet werden kann, gibt es jedoch erhebliche Unsicherheiten und keine einfachen Antworten.