Ordnungspolitischer Kommentar
Bessere Entscheidungen mit weniger Informationen?
Gute Verbraucherschutzpolitik sieht anders aus

Rauchen ist schädlich, keine Frage. Es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, eher früher als später damit aufzuhören. Tabakerzeugnisse unterliegen dementsprechend einer ausge­prägten Regulierung. Unter anderem muss die Kennzeich­nung der Verpackungen von Zigaretten und ähnlichen Produk­ten vielen Vorschriften gerecht werden. Das ist beim Blick auf eine Zigaretten­schachtel leicht erkenn­bar. Die Mengen be­stimmter Be­standteile des Rauchs, die bis­lang aus­gewiesen werden muss­ten, dürfen inzwischen nicht mehr aufgedruckt werden. Es wäre bedenklich, wenn dies den Anfang einer Verbraucherschutzpolitik darstellen würde, die systematisch auf dem Verbot objek­tiver In­formationen beruht.

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Fake News: Viel Hysterie, geringer Effekt

Das gezielte Verbreiten von Falschmeldungen mit dem Ziel, die öffentliche Meinung zu beeinflussen — mit einer prägnanten Wortschöpfung neuerdings als Fake News bezeichnet — beschäftigt derzeit Politik und Medien. Die Aufregung ist so groß, daß selbst nüchterne Menschen wie der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar ein wenig staatlicher Kontrolle der Informationsflüsse im Internet etwas abgewinnen können.

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Synergetische Prozessabläufe für den Mittelstand

Laut Institut für Mittelstandsforschung in Bonn gehört die Mehrzahl aller deutschen Unternehmen zum Mittelstand. Sie beschäftigen 16 Millionen Menschen und erzeugen 55% unserer Nettowertschöpfung. Das ist aber keine Position zum Ausruhen. Es sind vielmehr laufend weitere Anstrengungen nötig, um sich im Rahmen der Herausforderungen gegen die anderen Mittelständler durchzusetzen und gleichzeitig keine Positionen an die großen Unternehmen abzugeben. Ohne weitere Bemühungen in Bezug auf die Digitalisierung wird das nicht gehen. Prägnanter formuliert müssen gewaltige Anstrengungen unternommen werden bezüglich der Verbesserung der digitalen Zusammenarbeit zwischen eben diesen Mittelständlern und mit den anderen, größeren Unternehmen. Der Mittelstand trägt dabei das höhere Erfolgsrisiko im Vergleich zu den Großen. Die können zumindest teilweise ihre Rahmenbedingungen, Prozeduren und Standards durchsetzen – der einzelne Mittelständler kann das nicht. Im Gegenteil, er muß sich pro Euro Umsatz mit vergleichsweise mehr Kunden, Lieferanten, Versicherungen und Behörden arrangieren. Jeder, dem unsere wirtschaftliche Zukunft wichtig ist, muss sich daher um die durchgängige Digitalisierung der mittelständischen Infrastruktur bemühen! Denn in der multilateralen, oszillierenden Abstimmung aller Beteiligten des Liefernetzwerks liegt die Chance für einen störungsarmen, zeitlich koordinierten Produktionsablauf.

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