Multiple Ziele für die Geldpolitik
Are Two Better Than One?

Mittwoch, den 8. März 2017

Seit Ausbruch der Finanzkrise werden vermehrt Stimmen laut, die eine Ausweitung des geldpolitischen Mandats von Notenbanken fordern und wünschen, die Geldpolitik sollte das Ziel „Finanzmarktstabilität“ gleichrangig neben dem Ziel der „Preisstabilität“ verfolgen. Traditionell sind Zentralbanken bereits in die mikroprudenzielle Aufsicht einzelner Geschäftsbanken eingebunden; sie nutzen inzwischen auch makroprudenzielle Instrumente, wie die Vorgabe von Mindesteigenkapitalnormen, um […]

Gastbeitrag
Karl Marx‘ wahre Leistung
Seine Krisentheorie könnte sich bewahrheiten. Wegen der Geldpolitik der EZB

Sonntag, den 12. Februar 2017

Marx wird von Ökonomen unterschiedlich beurteilt. Unter Angelsachsen genießt er eine nur geringe Wertschätzung, weil sie seine Arbeitswertlehre im Mittelpunkt seiner Analyse sehen. In der Tat kann man als Ökonom der Vorstellung wenig abgewinnen, dass der Wert einer Ware sich speziell nur durch den Gehalt an Arbeit, der darin steckt, erklärt, während die Kosten des […]

Vollgeld (1)
Die Schweiz stimmt ab
Vollgeldinitiative will die Geldschöpfung der Banken verbieten

Freitag, den 18. November 2016

Die Schweiz soll zum Versuchslabor umfunktioniert werden: Eine Volksinitiative verlangt, dass es den Banken künftig verboten wird, Geld zu schöpfen. Zwar könnten sie noch Kredite vergeben, jedoch nur im gleichen Umfang, wie sie Spareinlagen von Bürgerinnen und Bürgern in ihren Büchern ausweisen können. Das Vollgeld wiederum soll ausschliesslich von der Schweizerischen Nationalbank in Verkehr gebracht […]

It`s Baaack?
Zur Wiederentdeckung des Monetarismus durch die EZB

Sonntag, den 6. November 2016

Die Europäische Zentralbank hat mit Start der erweiterten Programme zum Ankauf von Vermögenwerten (Asset Purchase Programmes, APP; Quantitative Lockerung 2, QE2) im Juni 2015 einen bemerkenswerten Strategiewechsel hingelegt. Seither erwirbt sie öffentliche (und sei Juni 2016 auch private) Schuldverschreibungen im Volumen von monatlich 60 Mrd. Euro, seit April 2016 sogar von monatlich 80 Mrd. EUR. […]

OrdnungsPolitiker
Denn sie wissen nicht, was sie tun!

Samstag, den 8. Oktober 2016

Den Zins haben sie abgeschafft. Sie kaufen Schrottpapiere von Staaten und Unternehmen. Die Kollateralschäden sind gewaltig: Die Sparer werden enteignet, der Strukturwandel der Wirtschaft verschleppt. Und die Politik kann sich bequem wegducken, statt Reformen auf den Weg zu bringen.

Geldpolitischer Herbst
Monetäre Industriepolitik und andere Signale

Donnerstag, den 6. Oktober 2016

Seit acht Jahren ist die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken nun schon im Krisenmodus. Freilich wissen wir nicht, was geschehen wäre, wenn die monetäre Versorgung weniger expansiv gewesen wäre oder dies nur für einen kürzeren Zeitraum. Doch dass die sehr üppige Versorgung mit Zentralbankgeld und die korrespondierende Niedrig- bis Negativzinspolitik erfolgreich gewesen sei, kann bisher nicht […]

Japans Lehren für Chinas trübe Wachstumsperspektiven

Donnerstag, den 4. August 2016

Die Aussichten hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in China haben sich zum Schlechten gewendet. Das Kapital verlässt das Land, die Währung ist unter Abwertungsdruck, die Devisenreserven schmelzen und die Wachstumsaussichten sind eingetrübt. Bisher waren Investitionen, Exporte und die Bauindustrie noch die Wachstumsmotoren. Nun sollen es der inländische Konsum, mehr Staatsausgaben und billiges Geld richten. Mit Blick […]

Die Politik der bodenlosen Fässer
Griechenland, Energie, Flüchtlinge und EZB

Freitag, den 17. Juni 2016

Stellen Sie, verehrter Leser, sich vor, Ihr Cousin sei der Spielsucht verfallen. Als die Probleme zunehmen, wendet er sich schließlich an Sie und bittet Sie um finanzielle Hilfe. Wenn Sie ihm 10.000€ leihen, dann kann er einen Kredithai bedienen und wird – so verspricht er – nie wieder ein Casino betreten. Nehmen wir an, Sie […]

Die defekte geldpolitische Regel der EZB muss reformiert werden!

Dienstag, den 24. Mai 2016

Höchste Vertreter der Europäischen Zentralbank sehen sich unter Rechtfertigungsdruck. Sie werden insbesondere aus Deutschland zunehmend mit den unerwünschten Nebeneffekten der ultra-lockeren Geldpolitik in Form von Vermögenspreisblasen, Umverteilung zugunsten der Reichen, Verschleppung von Reformen, monetärer Staatsfinanzierung, Enteignung der Sparer, Lohnrepression und schleichender Aushöhlung der Alterssicherungssysteme konfrontiert.

BlogDialog
Der Druck in Richtung Transferunion wird immer stärker
Währungsexperte Otmar Issing im Wist-Interview

Dienstag, den 12. April 2016

Prof. Dr. Otmar Issing war als Direktoriumsmitglied und Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank einer der Wegbereiter des Euro. Vor seiner Berufung zur Notenbank war er Professor an der Universität Würzburg und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im Mai 2006 schied Issing turnusmäßig aus dem EZB-Direktorium aus und übernahm zwei Jahre später den Vorsitz […]