Warum die Klimapolitik bald wirksamer wird

Effiziente Klimapolitik ist im Grunde ein Klacks. Das Zauberwort heißt „Kostenwahrheit“. Mit Kostenwahrheit ist der Klimawandel erstaunlich leicht zu bewältigen. Für Kostenwahrheit in der Klimapolitik müssen zukünftige Schäden des Klimawandels wissenschaftlich geschätzt und ausnahmslos den heutigen Verursachern mittels Bepreisung von Treibhausgasen in Rechnung gestellt werden. Ein allgemeiner Preis von rund 50 Euro pro Tonne CO2 (genauer, 50 Euro pro Tonne CO2-Äquivalente) wäre der Einstieg. Bis 2030 müsste der Preis jährlich moderat steigen, um Kostenwahrheit dauerhaft sicher zu stellen.

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Pro & ContraDe-Growth Verzicht auf Wachstum für die Umwelt?

Beim 27. Weltklimagipfel im ägyptischen Sharm El-Sheikh herrschte kein gutes Klima, zumindest nicht auf dem Papier. Nach wie vor hinkt man teils deutlich hinter den Zielen zurück, die die Klimakatastrophe noch aufhalten sollen. So wurde die Zusammenkunft der knapp 200 Staaten, die erste auf dem afrikanischen Kontinent, auch von lautstarken Protesten begleitet.

Immerhin verständigte man sich auf einige neue Ansätze. Die Industriestaaten erklärten sich bereit, mehr Geld für die Abfederung der Klimarisiken in ärmeren Ländern bereitzustellen. Aber reicht das? Oder lässt sich das Klima nur retten, wenn die großen Volkswirtschaften weniger wachsen? Ulrike Herrmann (taz) und Hans-Jörg Naumer (Allianz GI) haben dezidiert unterschiedliche Ansichten, ob es grünes Wachstum überhaupt geben kann. Als Alternative bliebe nur ein Schrumpfen.

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Das gefährliche Narrativ der Klimaaktivisten

Narrative sind Geschichten, die in der Regel dazu dienen, komplizierte Zusammenhänge so weit zu vereinfachen, dass sie leicht verständlich werden. Wir brauchen diese kurzen Geschichten, denn die Welt ist viel zu kompliziert, als dass wir die Langfassungen noch verstehen könnten. Allerdings: Es gibt gute Narrative, die uns die Welt so erklären, wie sie ist, schlechte Narrative, die nur so tun, tatsächlich aber partikularen Interessen dienen, und sehr schlechte Narrative, die benutzt werden, um schlimme Dinge zu legitimieren. Das Problem ist, dass es nicht einfach ist, die guten von den schlechten und sehr schlechten Narrativen zu unterscheiden. Das Narrativ, dass uns die Klimaaktivisten auftischen, ist dafür ein gutes Beispiel. Tatsächlich ist es ein sehr schlechtes Narrativ, weil es erstens falsch ist und zweitens dazu genutzt werden kann, Gewalt zu rechtfertigen.

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Gastbeitrag
Wer von der „Letzten Generation“ kennt Milutin Milankowic?

Ein konstituierendes Element einer Demokratie sind Protestdemonstrationen, sofern sie sich im Rechtsrahmen bewegen. Doch sollte man sich vor Protestdemonstrationen zunächst über die zugrundeliegenden Sachverhalte informieren. Ob die Demonstranten der „Letzten Generation“ mit dem Werk Milutin Milankowics wenigstens einigermaßen vertraut sind, scheint mir fraglich.

Gastbeitrag
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Video Apokalypse? No!

Die Klimaaktivisten benutzen ein gefährliches Narrativ: Der Klimawandel führt in die Apokalypse und wir haben nur noch ganz wenig Zeit das zu ändern. Damit rechtfertigen sie alles, was sie tun. Und weil es nicht die gewünschte Wirkung haben wird, werden sie eskalieren. Wer weiß, wie weit! Dabei ist ihr Narrativ falsch. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass der Weltuntergang bevorsteht. Ein Blick in den Sachstandsbericht des IPCC klärt auf!

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Stets bemüht!
Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland bringen nichts (oder doch?)

Eine provokante These

Die durch den Menschen verursachte Emission von Treibhausgasen, insbesondere CO2, führt zu einer Erhöhung der globalen Temperatur woraus diverse klimawandelbezogenen Risiken resultieren (siehe zusammenfassend IPCC, AR6, 2022 und mit einer relativierenden Einordnung Lomborg, 2020).

Wie jede Handlung unterliegen auch Maßnahmen zur Verringerung dieser Risiken einem trade-off. Auch nach einer Abwägung mit anderen bedeutenden Risiken[1] wird man aber zu dem Ergebnis kommen, dass geeignete Maßnahmen der Bewältigung und zumindest Reduzierung von Klimarisiken ein bedeutendes Vorhaben darstellen.[2] Mit Blick auf den zunehmenden Druck durch klimabewusste Bürger und sogenannte Aktivisten, ist es nicht verwunderlich, dass das Thema im politischen Diskurs und in der Unternehmenswelt sehr präsent ist. Dennoch ist regelmäßig die Kritik zu hören, der deutsche Staat und insbesondere deutsche Unternehmen fokussierten das Ziel der sog. „Klimaneutralität“ nicht mit dem notwendigen Engagement. Bei allen für diese Sachverhalte angeführten Gründen wird in der öffentlichen Diskussion und im Schrifttum das hier möglicherweise wichtigste Element (aus unterschiedlichen Gründen) ausgeblendet, was an die bekannte Metapher vom „Elefanten im Raum“, der von allen konsequent übersehen oder ignoriert wird, erinnert. Man kann dies durch eine knappe Aussage ausdrücken:

„Deutsche Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen haben ohnehin keine Wirkungen auf die zukünftige globale Temperatur und die Risiken des Klimawandels“.

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Schlimm sind nicht die Verhandlungsergebnisse
Schlimm ist, worüber nicht verhandelt wurde

Die 27. Weltklimakonferenz in Ägypten ist zu Ende und die deutsche Delegation mit Außenministerin Baerbock an der Spitze zeigt sich sehr enttäuscht von den Ergebnissen. Tatsächlich konnten sich die Europäer mit ihren Forderungen nicht durchsetzen. Am Ende steht lediglich ein Klimafonds zur Kompensation ärmerer Länder auf der Haben Seite. Dass man sich enger abstimmen will, dürfte eher eine Verabredung sein, die wenig in der Substanz bedeutet. Überraschen kann dieses Ergebnis nicht. Für viele Länder, die eher als Bremser auftreten, steht Klimaschutz nicht weit oben auf der Agenda. Echte Schwellenländer, Entwicklungsländer und vor allem China verfolgen andere Ziele als eine möglichst schnelle Dekarbonisierung ihrer Wirtschaft. Aber das war vielleicht gar nicht so entscheidend. Es gäbe eine Menge Möglichkeiten, Klimapolitik so zu betreiben, dass sie für sehr viele Länder einen Vorteil schafft und deshalb für sie zustimmungsfähig wird. Allerdings wurde über die Dinge, die dafür zu tun sind, nicht verhandelt.

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Schlimm ist, worüber nicht verhandelt wurde
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Klimanaivität!

Die globale Temperatur ist seit der industriellen Revolution laut Weltklimarat um rund 1,1°C angestiegen – in einigen europäischen Ländern sogar um deutlich mehr, wie beispielsweise in Deutschland. Die weltweiten Emissionen wachsen auf hohem Niveau weiter. Dabei mangelt es in der Politik nicht an ehrgeizigsten Zielen zum Klimaschutz. So will die Bundesregierung, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird. Global soll die Erderwärmung auf unter 1,5°C begrenzt werden. Doch mit nüchternem Blick auf die Welt erscheint die Erfüllung solcher Ziele als „klimanaiv“.

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