Die Alterssicherungskommission hat geliefert. 33 Vorschläge sollen die Gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig sanieren. Besteht begründete Hoffnung, dass ein glaubwürdiger Reformprozess in Gang kommt? Schwerpunkte der Vorschläge sind: Länger arbeiten, neue Beitragszahler erschließen, Kapitaldeckung stärken, Nettoersatzquote sichern, Transparenz erhöhen. Die Meinungen über das Rentenpaket der Kommission gehen auseinander. Unterstützer meinen: Die (grobe) Richtung stimmt, der Gesamtentwurf ist mutig, die Reform ist nachhaltig. Kritiker bemängeln: Die Vorschläge greifen (oft) zu kurz, sind inter-generativ „ungerecht“ und kommen (meist) zu spät. Der Bundeskanzler hat angekündigt, die Bundesregierung wolle die Vorschläge 1:1 übernehmen. „Rosinenpicken“ soll ausgeschlossen werden. Die Erfahrung lehrt: Bei der konkreten Ausgestaltung der Gesetze kann noch viel passieren. Schauen wir mal!
Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. (em.) Dr. Bernd Raffelhüschen (ALU)
Teilnehmer:
Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig.
Bernd Raffelhüschen ist Professor (em.) für Finanzwissenschaft, war Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019).
Blog-Beitrag zum Thema:
Norbert Berthold (JMU, 2026): Alterssicherungskommission. (Renten)Politik im (demographischen) Rückspiegel
