Podcast
US-Zentralbank
Eine neue geldpolitische Ära

Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Zentralbank Fed, hat einen bemerkenswerten Start hingelegt. In seiner ersten Pressekonferenz betonte er nicht nur, dass die US-Zentralbank unter seiner Führung Preisstabilität liefern wird, er kündigte auch Reformen für fünf Themenfelder an. Die Reformvorschläge sollen in den nächsten Monaten von fünf Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Beginnt damit eine neue geldpolitische Ära? Verteidigt Kevin Warsh die Zentralbankautonomie gegen die politische Einmischung von Donald Trump?

Prof. Dr. Michael Heise (HQ Trust) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).

Teilnehmer:

Michael Heise ist Chefvolkswirt der HQ Trust GmbH. Er war Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamt-wirtschaftlichen Entwicklung, Chefvolkswirt der DG Bank und Chefvolkswirt der Allianz SE.

Jörn Quitzau ist Chefökonom der Bergos AG. Zuvor war er Leiter „Wirtschaftstrends“ beim Bankhaus Berenberg und Senior Economist bei Deutsche Bank Research. Gemeinsam mit Norbert Berthold ist er Initiator dieses Podcasts.

Blog-Beiträge zum Thema:

Mickey Levy (Hoover, 2026): US Federal Reserve Trump nominates Kevin Warsh

Bernd Weidensteiner und Christoph Balz (CBK, 2026): Wofür steht Kevin Warsh?

Gunther Schnabl (FvS, 2026): „Ein Regimewechsel hin zur Stabilität“. Interview mit Gunther Schnabl

Bernd Weidensteiner und Christop Balz (CBK): Wie Kevin Warsh die Fed umkrempeln könnte

5 Antworten auf „Podcast
US-Zentralbank
Eine neue geldpolitische Ära

  1. „Ende 2025 hielten ausländische Gläubiger nur noch 31 Prozent der US-Staatsschuld, während der Finanzkrise 2008/2009, als die Rendite zuletzt so hoch war, befand sich noch mehr als die Hälfte der US-Staatsanleihen in den Händen ausländischer Gläubiger.“

    Quelle und sehr zu empfehlen:

    Hanno Mußler (2026), Amerikas Zinsen klettern so hoch wie in der Finanzkrise, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom Dienstag, 11. August 2026, S. 24

  2. „Das Letzte, was Bessent da noch passieren könnte, ist ein Japan, das zur Stützung seiner geschwächten Währung beginnt, in grossem Stil Treasuries auf den Markt zu werfen.“

    Quelle und sehr aufschlussreich:

    Peter A. Fischer (2026), Die USA sind zu Recht nervös – Das ausländische Vertrauen in die amerikanischen Staatsanleihen ist geschwunden – daran können Yen-Käufe wenig ändern, in: Neue Zürcher Zeitung, Internationale Ausgabe, vom Freitag, 7. August 2026, S. 17

  3. „Es ist die aussergewöhnlichste Devisenmarktintervention der jüngeren Geschichte.

    Japan versucht zusammen mit den USA den Wertzerfall der japanischen Währung zu stoppen.

    Die beiden Länder haben auf dem Devisenmarkt Yen gekauft, um den Kurs zu stützen.

    Es ist das erste Mal seit fast 30 Jahren, dass sich die USA an einer solchen Intervention zugunsten der japanischen Währung beteiligen.“

    Link:

    https://www.srf.ch/news/wirtschaft/schwache-japanische-waehrung-japan-und-usa-stuetzen-yen-was-heisst-das-fuer-die-schweiz

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