Monatsarchiv für Oktober 2009

Die Grenzen der geld- und finanzpolitischen Asymmetrie

Freitag, den 30. Oktober 2009

Angesichts des Unbehagens über aufgeblasene Zentralbankbilanzen und explodierende Staatsverschuldung hat die Diskussion um den Exit aus den Niedrigzinspolitiken der großen Zentralbanken eingesetzt. Je mehr Nachrichten eine globale wirtschaftliche Erholung signalisieren, desto notwendiger erscheint die Rückkehr zum makroökonomischen Alltag.

Schwarz-Gelb I:
Jetzt ist es raus: Die FPD kneift!

Mittwoch, den 28. Oktober 2009

Der Koalitionsvertrag steht. Die Frage „Kneift die FDP?“ kann mithin (für die nächsten vier Jahre) mit einem klaren „JA“ beantwortet werden. Die Chance, das Profil als Markt-Partei zu schärfen, hat die FDP verspielt. Ein Teil jener 14,6 Prozent derer, die die FDP gewählt haben, wir das nicht bedauern, weil das öffentliche Klima hierzulande sich ein [...]

Finanzkrise, Arbeitsmärkte und Politikstrategien
Vom Umgang mit der Unterbeschäftigung

Sonntag, den 25. Oktober 2009

„The curious task of economics is to demonstrate to men how little they really know about what they imagine they can design.” (F.A. v. Hayek, The Fatal Conceit, 1988, p. 76)
Das Schlimmste auf den Finanzmärkten ist wohl überstanden, die finanzielle Apokalypse ist vorerst abgesagt. Der wirtschaftliche Abschwung scheint endlich den Boden gefunden zu haben. Die [...]

Gastbeitrag:
Exportweltmeister – eine zweifelhafte Ehre

Donnerstag, den 22. Oktober 2009

Das amerikanische Geschäftsmodell bestand darin, strukturierte Wertpapiere gegen Autos und Maschinen zu verkaufen, und das deutsche Geschäftsmodell war das Spiegelbild dazu. Wir haben dem Ausland mit unseren Ersparnissen den Kredit gegeben, den es brauchte, um die deutschen Waren zu erwerben. „Weltmeisterschaft auf Pump“ könnte man dazu sagen. Aber der amerikanische Traum ist inzwischen geplatzt, und [...]

Nobelpreis II:
Zum Nobelpreis von Elinor Ostrom – eine halb-persönliche Arie

Montag, den 19. Oktober 2009

Wenn jemand eine Ehrung wie die eines Nobelpreises erhält, dann kann er sich über einen Mangel an Freunden kaum beklagen. Selbst jene, die den Geehrten oder die Geehrte vielleicht nur wenig kennen, neigen dazu, die Beziehung als ziemlich intensiv darzustellen. Deshalb möchte ich vorab klarstellen, dass der folgende in manchen Belangen recht persönlich gehaltene Beitrag [...]

Menschen oder Mathematik: Unfrisierte Gedanken zur Rhetorik in Politik und Ökonomik

Samstag, den 17. Oktober 2009

“Man muss sich doch fragen: Machen wir Mathematik oder Politik für die Emotionen der Menschen?“ (Klaus Wowereit am 28.9. 2009)
Klaus Wowereit erklärte am Tag nach der Wahl den Niedergang der SPD und seine Gegnerschaft zu Franz Müntefering am Beispiel der (von Müntefering durchgesetzten) Rente mit 67. Es ging ihm nicht um die Sache selbst (was [...]

Nobelpreis I:
Eine gute Ordnung für die Wirtschaft und ihre Organisationen

Donnerstag, den 15. Oktober 2009

Zusammen mit Elinor Ostrom wird Oliver E. Williamson, einer der bekanntesten Institutionenökonomen in diesem Jahr den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften überreicht bekommen. Als Begründung wird vom Nobelpreis-Komitee seine konsequente Analyse der Governancestrukturen wirtschaftlicher Organisationen angeführt, vor allem seine Arbeiten über die Grenzen des Unternehmens. Organisationen sind nicht einfach da und funktionieren automatisch, sondern – so Williamson [...]

Fehldiagnose: Globale Überinvestition

Dienstag, den 13. Oktober 2009

Infolge der globalen Krise, durch die in Deutschland bisher in erster Linie die exportorientierte Industrie unter enormen Druck kam, wird auch das „Geschäftsmodell Deutschland“ auf den Prüfstand gestellt. Die deutschen Unternehmen sollten – so die Kritiker – weniger von der globalen Nachfrage abhängig sein. Die starke Industrie- und Exportorientierung habe sich nicht bewährt und müsse [...]

BlogDialog
Die Fußballbranche – eine Branche wie viele andere?
Über Gehaltsobergrenzen, 50+1, Europaliga und mehr

Samstag, den 10. Oktober 2009

schwatzgelb.de: Als Volkswirt beschäftigen Sie sich mit aktuellen Fragen der Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik. Dennoch finden sich unter Ihren Veröffentlichungen zahlreiche Beiträge rund um den bezahlten Fußball. Wie passt das zusammen?
Berthold: Der Fußball ist ein Sektor der Volkswirtschaft wie jeder andere, es gelten die gleichen ökonomischen Gesetzmäßigkeiten wie überall sonst. Es liegt daher nahe, sich auch [...]

Wirtschaftspolitische Rhetorik: Vom Marktversagen zur Exit-Strategie

Donnerstag, den 8. Oktober 2009

Marktversagen
Von Marktversagen ist seit Monaten viel zu hören und zu lesen. In unangemessener Übertreibung werden von manchen Autoren und Medien – die globale Finanzmarktkrise und die realwirtschaftliche Rezession vor Augen – die Grenzen marktwirtschaftlicher Wirtschafts-ordnungen als offensichtlich und als erreicht angesehen. Kapitalismus ist die negativ belegte Assoziation, seine Kritik ist sehr populär geworden und wenig [...]