Monatsarchiv für November 2009

Ein Monopol für Friedhöfe?

Montag, den 30. November 2009

Beisetzungen sind in Deutschland teuer: So kostet eine Erdbestattung einfachster Art knapp 5.000 EUR (Hildebrandt-Woeckel, 2008; o. V., 2008). Die größten Einzelposten des komplexen Produkts der Beisetzung entfallen auf den Bestatter, der u. a. für den Transport des Leichnams und das Einsargen verantwortlich ist, auf den Steinmetz (Grabstein, Einfassung) sowie auf den Friedhof. Neben der [...]

Gastbeitrag:
Brauchen wir eine Europa-Steuer?

Freitag, den 27. November 2009

Die Europäische Kommission fordert eine eigene EU-Steuer. Viele Gründe sprechen dagegen.
Erstens: Erhält die EU Steuerhoheit, so wird vermutlich die Steuerbelastung steigen. Zwar wird von den Befürwortern einer EU-Steuer argumentiert, die Einführung einer solchen Steuer müsse mit einer Senkung der nationalen Steuern einhergehen, wahrscheinlich würde es dazu aber nicht oder nicht in einem Maße kommen, das [...]

Gastbeitrag:
Einstiegs- und Aufstiegschancen? – Zur sozialen (Im-)Mobilität in Deutschland

Dienstag, den 24. November 2009

60 Jahre Soziale Marktwirtschaft haben in der Bundesrepublik Deutschland für Wachstum und Wohlstand gesorgt. Absolute Armut gibt es in Deutschland heute nicht mehr. Dennoch mehren sich nicht erst seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise die Stimmen, dass die Soziale Marktwirtschaft das Versprechen auf „Wohlstand für alle“ immer weniger einlöst. In weiten Teilen der Bevölkerung [...]

Kinder an die Macht!

Samstag, den 21. November 2009

Die Bundesrepublik Deutschland hat ca. 75 Mio. Einwohner mit deutscher Staatsangehörigkeit. Davon waren bei der jüngsten Bundestagswahl gut 62 Mio. wahlberechtigt, die restlichen 13 Mio. hatten das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet und galten damit als noch nicht als reif für eine Bundestagswahl. Nicht ganz zufällig ist es auch so, dass – außerhalb der Bestimmungen [...]

Nicht nur im Sog von Lehman und Co

Mittwoch, den 18. November 2009

Bei der Analyse der aktuellen konjunkturellen Krise werden auch immer wieder Parallelen zur Großen Depression in den 1920er-Jahren gezogen. Die zunächst starken Einbrüche bei der Industrieproduktion haben einen solchen Vergleich durchaus nahegelegt. Eine Ähnlichkeit besteht zum Beispiel in der geplatzten Spekulationsblase oder den Finanzmarktproblemen, wobei es deutliche Unterschiede im Detail gibt. Auch war die Weltwirtschaftskrise [...]

Eine Staatsquotenbremse für Deutschland!

Sonntag, den 15. November 2009

Die öffentlichen Schuldenberge steigen unaufhörlich. Die sogenannte Schuldenbremse soll, falls sie überhaupt wirksam wird, die die Zukunft belastende Mittelbeschaffung des Staates über Kreditfinanzierung begrenzen. Dahinter steht der wohllöbliche Gedanke, daß die Bürger von morgen vor den Lasten des hemmungslosen öffentlichen Konsums von heute geschützt werden müssen. Anders gewendet: Die überhöhte Gegenwartspräferenz der heutigen Konsumgesellschaft muß [...]

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles

Freitag, den 13. November 2009

I.
Der Goldpreis ist seit März 2001 von 257,9 US-Dollar pro Feinunze bis Anfang November 2009 auf etwa 1100 US-Dollar gestiegen – ein Preisanstieg von 327%. Anders ausgedrückt: Der Tauschwert des US-Dollar gegenüber einer Feinunze Gold ist in dieser Zeit um etwa 77% gefallen.

Psychologische Fallstricke und Finanzkrisen

Dienstag, den 10. November 2009

Rationale Finanzmärkte?

Wenn es nach Egon Sohmen (1930–1977) gegangen wäre, hätte es zu der aktuellen Finanzkrise gar nicht kommen können. Er war zutiefst überzeugt von der inhärenten Stabilität der Finanzmärkte und der grundsätzlich stabilisierenden Wirkung der Spekulation. Spekulative Blasen, wie wir sie in jüngster Zeit zunächst auf den Immobilienmärkten und anschließend auf den Aktien- und Rohstoffmärkten [...]

Gastbeitrag:
Sind ARGEn wirklich besser?

Sonntag, den 8. November 2009

Mit der zum 01. Januar 2005 in Kraft getretenen Reform der Grundsicherung (Hartz IV) wurde auch die institutionelle Form der Betreuung von Hilfebedürftigen einer grundlegenden Änderung unterzogen. Bis dahin oblag die Betreuung von Sozialhilfebeziehern den Kommunen, während die Betreuung von Arbeitslosenhilfebeziehern in der Verantwortung der Bundesagentur für Arbeit (BA) lag. Im Zuge der faktischen Abschaffung [...]

Sieben Prognosen zur Ratifikation des Lissabon-Vertrags

Freitag, den 6. November 2009

Die Ratifikation des Reformvertrags von Lissabon wird den stärksten Zentralisierungsschub auslösen, den Europa bisher in Friedenszeiten erlebt hat.
Begründung: Das bindende Entscheidungsquorum im Ministerrat wird von rund 74 auf 65 Prozent abgesenkt, und die Kompetenzkompetenz der europäischen Institutionen wird von Fragen des gemeinsamen Marktes auf alle Vertragsziele ausgeweitet.