Pyrotechnik: Welchen Beitrag kann die Ökonomik leisten?

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Das jüngste Hauptstadtderby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC Berlin rückte die Problematik um das unerlaubte Abbrennen von Feuerwerkskörpern (Pyrotechnik) wieder in das Bewusstsein der deutschen Medienlandschaft. Fußballfunktionäre zeigen sich zunehmend ratlos, die Suche nach geeigneten Gegenmaßnahmen gestaltet sich schwierig. Das Zünden derartiger Feuerwerkskörper in Fußballstadien zieht erhebliche Kosten nach sich: Einerseits entstehen durch die Aktionen seitens der „Ultras“ Gefahren für die Gesundheit der Zuschauer, andererseits wird der entsprechende Klub durch nicht unerhebliche Strafzahlungen belastet (Follert 2019). Zudem können einem Fußballklub durch sog. „Geisterspiele“ monetäre Nachteile in Form entgangener Zuschauereinnahmen entstehen. Die negativen wirtschaftlichen Folgen gelten insbesondere für Vereine, die nicht die Finanzstärke der Bundesligaklubs aufweisen und beispielsweise in der Regionalliga spielen. Hier fallen Verursachung und Haftung auseinander, das augenblickliche Instrumentarium reicht offensichtlich nicht aus, die Problematik zu reduzieren.

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System und Chaos
Ein Plädoyer für eine rationale Migrationspolitik

Fritz Söllner legt mit „System und Chaos. Ein Plädoyer für eine rationale Migrationspolitik“ ein ökonomisches Sachbuch zu einem Thema vor, das in letzter Zeit durch die Umweltproblematik in der öffentlichen Diskussion etwas in den Hintergrund geraten ist.

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System und Chaos
Ein Plädoyer für eine rationale Migrationspolitik
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Zu den Klagen mancher Sportarten über ihre Marginalisierung

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In der Sportszene wird häufig geklagt, daß auf der einen Seite in manchen Sportarten extreme Einnahmen generiert würden und diese Sportarten sich zunehmend professionalisierten. Auf der anderen Seite existierten dagegen Sportarten, die darben und in denen nur geringe Einnahmen erzielt würden. In diesen Sportarten könnten die Spitzenathleten nicht von ihrem Einkommen aus dem Sport leben, sondern seien oftmals gezwungen, noch einer anderen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Tatsächlich stellt der sich der bezeichnete Sachverhalt in der Realität so dar.

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Ist die Fußball-Bundesliga ein natürliches Monopol?

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Unter einem natürlichen Monopol versteht man eine Marktkonstellation, die sich im relevanten Bereich der Produktionsmenge durch fallende Durchschnittskosten (TDK) auszeichnet. Diese Art von Monopol entsteht durch positive Skaleneffekte, d. h., eine zusätzliche Produkteinheit kann günstiger produziert werden als die vorherige. Dadurch kann ein Anbieter ein bestimmtes Gut zu niedrigeren Kosten produzieren als zwei oder mehrere Anbieter. Der betreffende Anbieter kann sich damit am Markt durchsetzen und alle anderen Anbieter verdrängen. Regelmäßig wird aus der Existenz eines natürlichen Monopols ein staatlicher Handlungsbedarf etwa in Form einer Preisregulierung abgeleitet.

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Warum gibt es eigentlich keine Konkurrenzliga zur Fußball-Bundesliga?

In den amerikanischen Major Leagues gab es stets Phasen, in denen Konkurrenzligen auftraten (Daumann, 2019, S. 236 f.). So entstand beispielsweise der National League im Baseball 1882 Konkurrenz durch die American Association, die sich, nachdem 1891 vier ihrer Teams in die National League aufgenommen wurden, wieder auflöste. 1901 trat die American League mit 8 Teams als Konkurrent auf den Plan und fusionierte 1903 mit der National League zur Major League Baseball. Ähnlich verhielt es sich im Basketball: Im Zeitraum von 1967 bis 1976 existierte die American Basketball Association (ABA). Auch hier führte das Abwerben von vier Teams durch die NBA zur Auflösung der ABA. Die NFL erhielt 1974 bis 1975 durch die World Football League (WFL) und 1983 bis 1985 durch die United States Football League (USFL) Konkurrenz. Der NHL entstand zwischen 1972 und 1979 Konkurrenz durch die World Hockey Association. Im amerikanischen System gab es also mehrere Versuche, Konkurrenzligen zu etablieren, die unterschiedlich erfolgreich verliefen.

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Ist der Markt für Sportwetten effizient?

In meinem letzten Post habe ich bereits auf die wachsende Bedeutung der Sportwetten und deren Auswirkungen auf den Sport in Form von Match Fixing hingewiesen (hier). Hier möchte ich noch einen weiteren Aspekt des Sportwettenmarktes – nämlich die Effizienz desselben ­ beleuchten und etwaige staatliche Handlungserfordernisse aus ordnungsökonomischer Sicht kurz ausleuchten.

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Die größte Herausforderung für den Sport: Die Sportwetten

Der Markt für Sportwetten gewinnt sukzessive an Bedeutung. Im wesentlichen wird dabei auf Ereignisse im Pferderennen, Hunderennen, Boxen, Fußballball, Eishockey oder Basketball gesetzt. So sollen sich nach Angaben von Goldmedia (2018) im Jahre 2017 die Wetteinsätze auf dem deutschen Sportwettenmarkt auf 7,67 Mrd. Euro belaufen haben. Ähnliche Entwicklungen lassen sich in anderen Staaten identifizieren. So wurden die weltweiten Einsätze bei Sportwetten im Jahre 2014 auf 200 bis 500 Mrd. Euro geschätzt (Sorbonne-ICSS 2014).

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Das ewige Leid mit der hohen Miete in den Ballungsräumen

Norbert Berthold hat in seinem Beitrag „Mietpreisbremse und ‚Sozialer Wohnungsbau‘” schon auf viele Aspekte des Problems steigender Mieten in Großstädten bzw. Ballungsräumen hingewiesen.

Vergleicht man etwa die Miete laut Mietspiegel in den bayerischen Großstädten (München: 17,60 €/qm, Nürnberg: 9,40 €/qm, Augsburg: 10,30 €/qm etc.) mit den eher ländlich geprägten Regionen (Hof: 5,30 €/qm, Arzberg: 4,50 €/qm, Deggendorf: 7,40 €/qm, Passau: 8,20 €/qm, Memmingen: 8,60 €/qm), so zeigt sich, daß hier ein erhebliches Großstadt-Land-Gefälle auftritt (Werte aus www.meinestadt.de).

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Bringt uns Digitalisierung zwangsläufig mehr Arbeitslosigkeit?

„Digitalisierung“ ist mittlerweile in aller Munde. Selbst in das Programm mancher Partei ist dieser Begriff an prominenter Stelle eingeflossen. Leider wird der Begriff oftmals für jede Form der Invention verwendet. Sinnvollerweise sollte man zwischen „digitizing“, der reinen Umwandlung von analogen in digitale Signale, und „digitization“, der damit bewirkten Umformung verschiedenster Handlungsbereiche der Individuen, unterscheiden (Alt & Puschmann, 2016, S. 21 f.; Tilson, Lyytinen & Sørensen, 2010, p. 4).

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