Archiv der Kategorie 'Währungspolitisches'

Der Chefvolkswirt
Risiken der ultraexpansiven Geldpolitik nehmen zu

Donnerstag, den 17. April 2014

Krisenbekämpfung mit Sondermaßnahmen und Niedrigzinspolitik Im Zuge der Finanzkrise und der darauffolgenden Staatsschuldenkrise hat die Geldpolitik eine zentrale Rolle bei der Eindämmung der Krisen übernommen. Zur Vermeidung einer Liquiditätskrise wie nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers stellte die EZB den Geschäftsbanken zunächst über zahlreiche Sondermaßnahmen Liquidität zur Verfügung, nachdem die normalen Finanzierungskanäle nicht mehr […]

Niedrigzinspolitik schrumpft traditionelles Bankgeschäft

Dienstag, den 25. März 2014

Die Europäische Zentralbank denkt über weitere Zinssenkungen nach, von derzeit 0,25% beim Hauptrefinanzierungssatz auf nahe Null. Sie setzt entschlossen ihre Politik des billigen Geldes fort. Zinserhöhungen und ein Ausstieg aus der ungewöhnlichen geldpolitischen Lockerung sind auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Inzwischen dürfte unbestritten sein, dass die sehr expansive Geldpolitik vornehmlich der Stabilisierung der Finanzmärkte […]

Gastbeitrag
Ist die EU noch eine Rechtsgemeinschaft?
Anmerkungen aus ökonomischer Sicht

Sonntag, den 23. März 2014

Das Thema „Rechtsgemeinschaft“[1] impliziert, dass sich ein Ökonom dazu eigentlich nicht äußern dürfte. Allerdings sind seit Gründung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) – auf diesen Zeitraum soll sich dieser Kommentar beschränken – eine Vielzahl von finanz- und geldpolitischen Maßnahmen ergriffen worden, die zumindest als Überdehnungstatbestände eingestuft werden können und zu denen auch der „Überdehnungstatbestand […]

Vertrauen schaffen in die Haushaltspolitik!

Sonntag, den 16. März 2014

Im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise ist es seit 2010 zu zahlreichen Neuregelungen der (fiskalischen) Rahmenbedingungen gekommen. Hierzu zählen insbesondere die in der nachfolgenden Übersicht 1 zusammengefassten Reformpakete:

Die Währungskrisen sind zurück!

Samstag, den 22. Februar 2014

Die Währungskrisen in den Schwellenländern sind zurück! Argentinien, Türkei, Russland, Indien und Brasilen sind in vorderster Front vom Absturz ihrer Währungen betroffen. Die geplante geldpolitische Straffung in den USA bringt die Zentralbanken der aufstrebenden Welt unter Druck. Zwei Modellgenerationen von Währungskrisen helfen die jüngsten Entwicklungen zu verstehen.

Zweckgebundene Zentralbankkredite durch das Eurosystem?

Donnerstag, den 20. Februar 2014

Seit Ausbruch der Staatsschuldenkrise im Frühjahr 2010 hat die Europäische Zentralbank mit einer Reihe unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen reagiert, wie die Durchführung zweier Dreijahrestendergeschäfte, das „Securities Markets Programme“ (SMP), die Senkung des Mindestreservesatzes und die Ankündigung, im Rahmen des OMT-Programms bei Bedarf unbegrenzt Staatsschuldtitel aus den Programmländern anzukaufen. Der letzte Schritt waren im Sommer 2013 der […]

BVerfG und OMT (2)
Die EZB wird eingezäunt

Montag, den 10. Februar 2014

Richter sind es gewohnt, sich viel Zeit zu nehmen, nicht zuletzt, um ein möglichst einstimmiges Urteil zu erreichen. Aber geduldiges Abwarten hat sich gelohnt. Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt mit einer Dreiviertelmehrheit beschlossen, das Gerichtsverfahren über Verfassungsbeschwerden gegen das Anleihekaufprogramm OMT (Outright Monetary Transactions) der Europäischen Zentralbank auszusetzen und gemäß Art. 267 AEUV dem Europäischen Gerichtshof […]

BVerfG und OMT (1)
Stellungnahme des Ifo-Instituts zur Erklärung des Bundesverfassungsgerichts

Samstag, den 8. Februar 2014

München, 7. Februar 2014 – Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner heutigen Stellungnahme erklärt, dass die Europäische Zentralbank mit dem OMT-Programm zum Ankauf von Staatspapieren ihre Kompetenzen überschritten hat. Das Programm sei mit dem Primärrecht der EU unvereinbar. Damit gab es den Klägern Recht und bestätigt vollumfänglich die Position, die auch der Präsident des ifo Instituts […]

Lasst die türkische Lira abwerten

Montag, den 3. Februar 2014

Das Tapering der Fed wirft seine Schatten voraus. Die Relationen der erwarteten Renditen verschieben sich zulasten der Schwellenländer, und zwar zugunsten sowohl der Vereinigten Staaten als auch anderer Industrieländer, die dem Tapering über kurz oder lang folgen dürften. Als Reaktion auf die veränderten Erwartungen an den internationalen Finanzmärkten hat die türkische Notenbank ihren Leitzins in […]

Gastbeitrag
Deutschlands Leistungsbilanzüberschüsse in der Kritik: worauf zu achten ist

Samstag, den 18. Januar 2014

Politischer Druck Ein Dauerbrenner  in der wirtschaftspolitischen Debatte zur Euro-Schuldenkrise ist die heftige Kritik an die anhaltend hohen Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands. Von 2008 bis 2013 sind diese Überschüsse von 6,2 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt auf 7 Prozent angestiegen (2008-13: durchschnittlich 6,5 Prozent; Quelle: Deutsche Bundesbank). Für das laufende Jahr 2014 erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute (Gemeinschaftsdiagnose Herbst […]