Archiv der Kategorie 'Währungspolitisches'

Irgendwie, irgendwo, irgendwann
Wächst die Gefahr der Inflation?

Dienstag, den 29. Juli 2014

“Die Zentralbankgeldmenge, international als Geldbasis bezeichnet, ist das Schlüsselaggregat der Geld- und Kreditschöpfung. Diese Geldmenge hat die EZB innerhalb der noch kurzen Amtszeit Draghis um gut 50 Prozent auf 1,8 Billionen Euro angehoben…So beträgt die Verschuldung der italienischen Banken beim Eurosystem inzwischen das 7-fache ihrer Basisgeldreserven, die entsprechende Verschuldung der griechischen Banken sogar das 24-fache. […]

Wirtschaftspolitik im Bann der Staatsschuldenkrise

Sonntag, den 13. Juli 2014

Ein weiterhin schwaches – zum Teil sogar anhaltend negatives – Wirtschaftswachstum, auf hohem Niveau verharrende Arbeitslosenzahlen und geopolitische Unwägbarkeiten haben dazu geführt, dass die (aktuelle) Wirtschaftspolitik in der Eurozone in erster Linie mit Blick auf die Verschuldungssituation der Mitgliedsländer betrieben wird – unabhängig vom konkreten Auftrag des jeweiligen Trägers sowie den damit verbundenen Langfristwirkungen. Dabei […]

Finanzielle Repression statt Weltwährungsstatus für den chinesischen Yuan

Dienstag, den 1. Juli 2014

Die Unzufriedenheit mit dem Dollar als internationaler Leitwährung wächst. In den Bilanzen der Zentralbanken der aufstrebenden Welt haben sich immense Dollarreserven aufgetürmt, die mit wachsenden Risiken für die aufstrebenden Volkswirtschaften verbunden sind. Zuletzt wurden Risiken in Brasilien, der Türkei, Südafrika und Indonesien in Form von drohenden Zahlungsbilanzkrisen sichtbar. Auch in Ländern mit Leistungsbilanzüberschüssen und großen […]

Ordnungspolitischer Kommentar
Euro-Schuldendebakel: Die ordnungspoli-tische Lektion lernen

Donnerstag, den 19. Juni 2014

Vor 22 Jahren, am 11. Juni 1992, haben kurz vor der Ratifizierung des Maastricht-Vertrages durch den deutschen Gesetzgeber 62 renommierte deutsche Professoren der Wirtschaftswissenschaften ein Manifest unter dem Titel: „Die EG-Währungsunion führt zur Zerreißprobe“[1] veröffentlicht. In der These 8 hieß es: „Die ökonomisch schwächeren europäischen Partnerländer werden bei einer gemeinsamen Währung einem verstärkten Konkurrenzdruck ausgesetzt, […]

QE und der Zim Dollar

Montag, den 21. April 2014

“The government’s intervention into the monetary system is invariably inflationary.“ Murray N. Rothbard (1926 – 1995), Egalitarianism as a revolt against nature and other essays, 2000, S. 233. I. Im Euroraum sind die Preise der Lebenshaltung heute etwa 14 Prozent höher als Anfang 2007: Der Warenkorb, für den damals 100 Euro zu bezahlen war, kostet […]

Der Chefvolkswirt
Risiken der ultraexpansiven Geldpolitik nehmen zu

Donnerstag, den 17. April 2014

Krisenbekämpfung mit Sondermaßnahmen und Niedrigzinspolitik Im Zuge der Finanzkrise und der darauffolgenden Staatsschuldenkrise hat die Geldpolitik eine zentrale Rolle bei der Eindämmung der Krisen übernommen. Zur Vermeidung einer Liquiditätskrise wie nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers stellte die EZB den Geschäftsbanken zunächst über zahlreiche Sondermaßnahmen Liquidität zur Verfügung, nachdem die normalen Finanzierungskanäle nicht mehr […]

Niedrigzinspolitik schrumpft traditionelles Bankgeschäft

Dienstag, den 25. März 2014

Die Europäische Zentralbank denkt über weitere Zinssenkungen nach, von derzeit 0,25% beim Hauptrefinanzierungssatz auf nahe Null. Sie setzt entschlossen ihre Politik des billigen Geldes fort. Zinserhöhungen und ein Ausstieg aus der ungewöhnlichen geldpolitischen Lockerung sind auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Inzwischen dürfte unbestritten sein, dass die sehr expansive Geldpolitik vornehmlich der Stabilisierung der Finanzmärkte […]

Gastbeitrag
Ist die EU noch eine Rechtsgemeinschaft?
Anmerkungen aus ökonomischer Sicht

Sonntag, den 23. März 2014

Das Thema „Rechtsgemeinschaft“[1] impliziert, dass sich ein Ökonom dazu eigentlich nicht äußern dürfte. Allerdings sind seit Gründung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) – auf diesen Zeitraum soll sich dieser Kommentar beschränken – eine Vielzahl von finanz- und geldpolitischen Maßnahmen ergriffen worden, die zumindest als Überdehnungstatbestände eingestuft werden können und zu denen auch der „Überdehnungstatbestand […]

Vertrauen schaffen in die Haushaltspolitik!

Sonntag, den 16. März 2014

Im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise ist es seit 2010 zu zahlreichen Neuregelungen der (fiskalischen) Rahmenbedingungen gekommen. Hierzu zählen insbesondere die in der nachfolgenden Übersicht 1 zusammengefassten Reformpakete:

Die Währungskrisen sind zurück!

Samstag, den 22. Februar 2014

Die Währungskrisen in den Schwellenländern sind zurück! Argentinien, Türkei, Russland, Indien und Brasilen sind in vorderster Front vom Absturz ihrer Währungen betroffen. Die geplante geldpolitische Straffung in den USA bringt die Zentralbanken der aufstrebenden Welt unter Druck. Zwei Modellgenerationen von Währungskrisen helfen die jüngsten Entwicklungen zu verstehen.