Monatsarchiv für Dezember 2009

BücherMarkt:
Ökonomische Theorie als politische Ideologie?

Mittwoch, den 30. Dezember 2009

Der Titel dieses Beitrages ist, allerdings ohne das Fragezeichen, zugleich der Titel eines Buches von Hans Albert. Die Erstausgabe, auf Hans Alberts Dissertation aufbauend, wurde bereits 1954 veröffentlicht, damals noch als Ökonomische Ideologie und Politische Theorie. Nun, 55 Jahre später, ist bei Mohr Siebeck die dritte Auflage erschienen. Dieser lange Zeitraum ist aus verschiedenen Gründen [...]

Warten auf die „Exit-Strategie“

Sonntag, den 27. Dezember 2009

Unter der „Exit-Strategie“ wird zweierlei verstanden. Zum einen das Beenden der Nullzinspolitik, die die Zentralbanken im Zuge der „Kreditmarktkrise“ eingeleitet haben. Zum anderen das Zurückführen der (dadurch) drastisch ausgeweiteten „Überschussreserven“ – also der Kassenbestände, die den Banken zur zusätzlichen Kredit- und Geldschöpfung zur Verfügung stehen.

Banker an die Laterne
Oder: Das Strafrecht soll seine Nase besser nicht in die Finanzkrise stecken

Donnerstag, den 24. Dezember 2009

Der Film zur Finanzkrise, darauf hat der Tübinger Philosoph Chris Paret jüngst hingewiesen, ist nicht etwa Tom Tykwers Thriller über eine böse Bank („The international“), schon gar nicht Michael Moores unsäglicher „Kapitalismus. Eine Liebesgeschichte“, sondern die furiose Tragikomödie „Burn after reading“ (2008) mit George Clooney, Brad Pitt und Tilda Swinton. Die Diskrepanz zwischen dessen Shakespeareschem [...]

Gastbeitrag:
Sind die Medien in der Krise, weil der Markt versagt?

Montag, den 21. Dezember 2009

Er ist 78 Jahre alt und sieht in die Zukunft: „Die Zeiten des freien Internets werden bald vorbei sein“, hatte Rupert Murdoch im Frühjahr prognostiziert. Der mächtigste Verleger der Welt (Murdoch gehören über 100 Zeitungen) möchte selbst zur Erfüllung der Prognose beitragen: Die ersten Zeitungen seiner News Corporation kündigten vor wenigen Tagen Bezahlinhalte ab kommenden [...]

Standortvorteile durch F&E-Kooperationen

Freitag, den 18. Dezember 2009

Derzeit dominieren in wirtschaftspolitischen ebenso wie in unternehmenspolitischen Diskussionen eher kurzfristig orientierte Themen. Konjunktur und Kreditklemme stehen im Vordergrund. Doch mit der Aufhellung der wirtschaftlichen Perspektiven ist es an der Zeit, wieder langfristige und strukturelle Weichenstellungen in das Blickfeld zu nehmen, zum Beispiel den Innovationsstandort Deutschland und seine Bedeutung für in- und ausländische Unternehmen.

Viele Köche verderben den Brei
ARGEn, Arbeitsagenturen, Optionskommunen und wettbewerblicher Föderalismus

Dienstag, den 15. Dezember 2009

„Gesetze sind wie Würste, man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden.“ (Otto von Bismarck)
Das BVerfG hat am 20. Dezember 2007 entschieden, ARGEn aus kommunalen Trägern und der Bundesagentur für Arbeit sind verfassungswidrig. Langzeitarbeitslose dürfen nicht in einer Mischverwaltung betreut werden, in der Handlung und Haftung nicht klar zugeordnet werden können. Damit muss [...]

Piraten, Produkte und Patente

Samstag, den 12. Dezember 2009

Piraten haben Konjunktur. Der „Schrecken der Karibik“ ist vor Somalia in weniger amüsanter Form als im Film und zur Überraschung der meisten von uns wieder aufgetaucht. Dass im einundzwanzigsten Jahrhundert Kriegsschiffe auslaufen müssen, um Schifffahrtswege zu schützen, hätte noch vor zehn Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Aber vielleicht müssen wir uns generell auf mehr [...]

Should the European Union regulate our banks?

Mittwoch, den 9. Dezember 2009

There seems to be general agreement that neither the outbreak nor the severity of the financial crisis has been due to a lack of harmonised EU banking regulations. Nevertheless, on 23 September, the European Commission has submitted sweeping proposals for a “European Systemic Risk Board” (COM (2009) 499 final) and a “European Banking Authority” (COM [...]

Gastbeitrag:
Die Störung des Preissystems hat die „Krise“ verursacht

Sonntag, den 6. Dezember 2009

Preise sagen uns, was wir zu tun haben – und häufig ist das etwas anderes, als wir beabsichtigt haben. So lautet Friedrich August von Hayeks Erkenntnis über das Herzstück der Marktwirtschaft. In seinem auch als Gegenentwurf zum Keynesianismus wegweisenden Vortrag „Der Strom der Güter und Leistungen“ brachte Hayek zum Ausdruck, dass die Analyse der Preise [...]

Strukturwandel statt Staatsverschuldung
Warum Konjunkturprogramme ein Ende haben müssen

Donnerstag, den 3. Dezember 2009

„Macroeconomics is mostly ex-post storytelling.“
(Russel Roberts, GMU)
Der Gegensatz könnte kaum größer sein. Die Börsen weltweit sind schon seit Monaten in euphorischer Stimmung. Ein steiler wirtschaftlicher Aufschwung scheint kaum noch zu verhindern. Die reale Wirtschaft teilt diesen Optimismus allerdings (noch) nicht. Das Ende des Abschwungs zeichnet sich zwar ab, der Aufschwung ist aber labil. In den [...]