Podcast
Parteienlandschaft im Umbruch
Sauberer oder schmutziger Wettbewerb? 

Das Parteiengefüge in Deutschland verschiebt sich. Die ehemaligen Volksparteien leiden seit vielen Jahren unter einem eklatanten Bedeutungsverlust. Gleichzeitig schwimmen einige jüngere Parteien auf einer Erfolgswelle, sodass sich die Parteienlandschaft ausdifferenziert. Sind die Wahlergebnisse das Ergebnis eines fairen Wettbewerbs unter den Parteien, bei dem die etablierten Parteien mit Brandmauern und ähnlichen Maßnahmen „Marktzutrittsbarrieren“ errichten? Oder bewegen sich die aufstrebenden Parteien außerhalb der demokratischen Spielregeln, sodass es ein schmutziger und somit korrekturbedürftiger Wettbewerb unter den Parteien ist?

Künstliche Intelligenz
Sprengsatz für die Rente?

Die umlagefinanzierte Alterssicherung ist in Schwierigkeiten. Vor allem die Demographie setzt ihr zu. Es besteht dringender Reformbedarf. Knackpunkt ist ein Verteilungskonflikt zwischen Jung und Alt. Die Gefahr ist groß, dass die Jungen den Kürzeren ziehen. In Demokratien werfen die Alten lange Schatten. Mit der Künstlichen Intelligenz droht eine neue Herausforderung. Die arbeitszentrierte Finanzierungsbasis der Rentenversicherung wackelt. Ein neuer Verteilungskonflikt zeichnet sich ab, zwischen Arbeit und Kapital. Erodiert KI die finanzielle Basis der umlagefinanzierten Alterssicherung? Kurz und gut: Die GRV droht zwischen zwei Verteilungskonflikten (Alt und Jung, Arbeit und Kapital) zerrieben zu werden.

Gastbeitrag
Staatsschulden
Wieviel finanzielle Repression kommt?

Die Renditen französischer Staatsanleihen sind massiv gestiegen – vor allem wegen der steigenden Schulden. In der Vergangenheit haben hoch verschuldete Staaten häufig künstlich Nachfrage nach ihren Anleihen geschaffen, um deren Renditen zu drücken. Diese finanzielle Repression lief in den zurückliegenden zwanzig Jahren vor allem über die Anleihenkäufe der Notenbanken. Wir analysieren, unter welchen Bedingungen die Zentralbanken trotz der Inflationsprobleme noch einmal zu diesem Instrument greifen könnten.

Podcast
Quo vadis EWU?
Von fiskalischen und monetären Spannungen

Die EWU ist gegenwärtig kein Krisenherd. Das könnte sich aber ändern. Der wichtigste Krisen-Treiber ist die staatliche Verschuldung. Sie läuft aus dem Ruder, nicht nur im Süden der EWU. Die Spannungen zwischen zentraler Geldpolitik und nationalen Fiskalpolitiken könnten wieder zunehmen. Mit der Ruhe in der EWU wäre es schnell vorbei. Es drohte die Gefahr der fiskalischen Dominanz. Die EWU bleibt nur stabil, wenn es gelingt, die Budgetrestriktionen der Mitgliedsländer zu härten.

Fiskalische Dominanz in der Eurozone?

Viele Notenbanken sind satzungsgemäß von ihrer Regierung unabhängig und dürfen weder Anweisungen einholen noch annehmen. Dies gilt auch für die Europäische Zentralbank und die Nationalen Zentralbanken in der Eurozone. Diese Unabhängigkeit kann mit der Fiskalpolitik kollidieren, wenn die Schuldentragfähigkeit der öffentlichen Hand und die fiskalische Solvenz gefährdet sind.