Geldpolitik, Populismus und Bürgerprotest

Seit einigen Wochen gehen in verschiedenen Ländern junge Menschen auf die Straße. Teilweise richtet sich der Protest gegen Mängel im Bildungssystem, den Krieg in Gaza oder gegen umweltbelastende Investitionsvorhaben. Eine zentrale Rolle spielen jedoch hohe Lebenshaltungskosten, vor allem infolge steigender Mieten, für die Unternehmen des Privatsektors und fehlende öffentliche Regulierungen verantwortlich gemacht werden. Garantie von Preisstabilität ist aber Aufgabe von Notenbanken, und deshalb die Frage, ob und inwieweit politischer Protest – auf der Straße oder an den Wahlurnen – monetäre Ursachen hat.

Gastbeitrag
Populistische Regierungen
Wohlstand in Gefahr!

Populismus ist ein politisches Phänomen, das in den letzten Jahrzehnten vor allem in Form des Rechtspopulismus weltweit an Bedeutung gewonnen hat. In Europa ist der Stimmanteil populistisch klassifizierter Parteien von 2000 bis 2023 von 12 auf mehr als 24 Prozent gestiegen. Die Strategie der Populisten beruht auf einem behaupteten Gegensatz zwischen „dem Volk“ und „den Eliten“.

Europäisches Licht oder nationale Finsternis?
Der Nationalstaat ist kein Auslaufmodell. Er wird weiter gebraucht.

„Der Populismus-Vorwurf kann selbst populistisch sein, ein demagogischer Ersatz für Argumente“. (Ralph Dahrendorf) Der Kampf um die Sitze im Europäischen Parlament ist geschlagen. Wie erwartet …