Gastbeitrag
Sanktionsschlupflöcher effektiv schließen
Wie kluge Verhandlungen Sanktionen wirksamer machen

Internationale Sanktionen gehören zu den wichtigsten außenpolitischen Instrumenten unserer Zeit. Doch ihre Wirksamkeit wird immer wieder durch sogenannte „Schlupflöcher“ untergraben: Länder, die Sanktionen bewusst unterlaufen oder deren Umsetzung nur halbherzig kontrollieren, bieten sanktionierten Staaten alternative Handelsrouten oder eröffnen graue Absatzmärkte – und mindern so die erhoffte Wirkung der Sanktionen massiv.

Wie „gerecht“ ist das denn?
Einkommen, Demographie, Vermögen

Was gerecht ist, bleibt umstritten. Das ist bei Werturteilen die Regel. Philosophische Gerechtigkeitskonzepte verschleiern oft die (impliziten) Werturteile. Gesellschaften entscheiden im demokratischen Diskurs, was „gerecht“ ist. (Fast) alle wollen, dass Einkommen und Vermögen gleichmäßiger verteilt sind, einige mehr, andere weniger. Gesellschaften schlagen allerdings unterschiedliche Weg ein. Die einen setzen auf eine höhere soziale Mobilität (Chancengleichheit), andere stärker auf staatliche Umverteilung (Ergebnisgleichheit). Der erste Weg ist ökonomisch der effizientere. Trotzdem dominiert der zweite.

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