Archiv der Kategorie 'Kapitalistisches'

Banker an die Laterne
Oder: Das Strafrecht soll seine Nase besser nicht in die Finanzkrise stecken

Donnerstag, den 24. Dezember 2009

Der Film zur Finanzkrise, darauf hat der Tübinger Philosoph Chris Paret jüngst hingewiesen, ist nicht etwa Tom Tykwers Thriller über eine böse Bank („The international“), schon gar nicht Michael Moores unsäglicher „Kapitalismus. Eine Liebesgeschichte“, sondern die furiose Tragikomödie „Burn after reading“ (2008) mit George Clooney, Brad Pitt und Tilda Swinton. Die Diskrepanz zwischen dessen Shakespeareschem [...]

Über Staatsgeld, Experten und Krisen

Donnerstag, den 23. April 2009

„Stets findet Überraschung statt, da wo man’s nicht erwartet hat“, so schrieb schon Wilhelm Busch (1832 – 1908). Damit hat er dem „Gesetz der unbeabsichtigten Konsequenz“ – ein unverzichtbarer Begleiter der umsichtigen Ökonomik – gewissermaßen ein dichterisches Denkmal gesetzt. Schon Frédéric Bastiat (1801 – 1850) schrieb, dass ein schlechter Ökonom sich in seiner Analyse auf [...]


Ordnungsruf:
Wie im Handelsblatt der Kapitalismus neu definiert wird

Montag, den 30. März 2009

Im Handelsblatt vom 24. März fordert Frank Wiebe bereits in der Überschrift seines Essays die Leser auf, den Kapitalismus neu zu definieren. Man ahnt schnell, was kommt, wenn ein Beitrag so beginnt. Und tatsächlich: Die Marktwirtschaft erscheint, wie so oft, als eine Maschine, die von gewieften Sozialingenieuren stets geschickt justiert werden muß, um die gewünschten [...]

Enteignung und öffentliche Eigentumsgarantien

Donnerstag, den 19. März 2009

Die deutsche Regierung hat ihre Hilfe und Garantien für den Finanzsektor als Option eingeführt. Durch den Optionscharakter der Hilfe signalisiert derjenige, der sie in Anspruch nimmt, eigene Schwäche. Das gibt den betroffenen Banken einen Anreiz, von Hilfsgesuchen so lange wie möglich Abstand und den Staat nicht leichtfertig in Anspruch zu nehmen. Es verurteilt die öffentlichen [...]

Der Staat versagt, nicht der Kapitalismus

Montag, den 23. Februar 2009

Wirtschafts-, vor allem aber Finanzkrisen werden in der Öffentlichkeit meist dem Versagen des Kapitalismus – also dem Wirtschaftssystem, das auf der uneingeschränkten Achtung der Eigentumsrechte der Markakteure ruht – zugeschrieben. Die freien Märkte funktionieren nicht, so ist angesichts von Rezession und Arbeitslosigkeit zu hören, und in der Öffentlichkeit werden Rufe laut, der Staat müsse in [...]


Gastbeitrag:
“Bad Bank or Not Bad Bank?”: Wege aus der Krise und das Beispiel Skandinaviens

Montag, den 26. Januar 2009

Die Diskussion darüber, ob die Regierung mit weiteren Rettungsmaßnahmen den Bankensektor stützen muss, hat nach den Ereignissen um die Commerzbank oder die Hypo Real Estate wieder an Intensität gewonnen. Ein zentrales Element dieser Diskussion ist die Frage, ob eine so genannte Bad Bank Teil dieser Stützungsmaßnahmen sein soll. Der vorliegende Beitrag versucht aufzuzeigen, welche Vorteile [...]


Gastbeitrag:
Die Finanzmarktkrise:
Marktversagen, Staatsversagen oder beides?

Montag, den 19. Januar 2009

Nach den Erschütterungen, die die weltweiten Finanzmärkte sei Juli 2007, insbesondere aber seit dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers im September 2008, erlebt haben, fordern unzählige Politiker – aber auch Wissenschaftler und Praxisvertreter – einen verstärkten Eingriff des Staates in den Finanzsektor. Neben einer Verschärfung des Aufsichtsrechts werden dabei auch direkte Eingriffe, wie etwa Vorschriften zur [...]