Die größte Herausforderung für den Sport: Die Sportwetten

Der Markt für Sportwetten gewinnt sukzessive an Bedeutung. Im wesentlichen wird dabei auf Ereignisse im Pferderennen, Hunderennen, Boxen, Fußballball, Eishockey oder Basketball gesetzt. So sollen sich nach Angaben von Goldmedia (2018) im Jahre 2017 die Wetteinsätze auf dem deutschen Sportwettenmarkt auf 7,67 Mrd. Euro belaufen haben. Ähnliche Entwicklungen lassen sich in anderen Staaten identifizieren. So wurden die weltweiten Einsätze bei Sportwetten im Jahre 2014 auf 200 bis 500 Mrd. Euro geschätzt (Sorbonne-ICSS 2014).

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Die 50+1-Regel auf der Kippe?

Die 50+1-Regel kommt durch das Vorhaben des Präsidenten des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V., Martin Kind, erneut in die Diskussion. Zum Hintergrund: Die Lizenzspielerabteilung des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V. wurde in die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Die Kommanditanteile sind im Eigentum der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG, deren Mehrheit Martin Kind hält. Als Komplementär fungiert die Hannover 96 Management GmbH, deren Gesellschaftsanteile vollständig dem Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. gehören. Damit ist den Vorgaben der 50+1-Regelung Rechnung getragen, da der Verein als Komplementär die Kontrolle über die Lizenzspielerabteilung innehat.

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Zum 28. Mal FC Bayern München
Ist die Champions League Gift für die Fußballbundesliga?

Die Ausgeglichenheit einer Liga wird von vielen als wichtige – vielleicht sogar als wichtigste Determinante für die Zuschauernachfrage von Fußballspielen in einer Profiliga identifiziert. Dabei wird folgender Wirkungsmechanismus impliziert: Eine ausgeglichene sportliche Leistungsfähigkeit der Klubs einer Liga (competitive balance) erhöht den Spannungsgrad; es ist evtl. bis zum letzten Spieltag nicht klar, welcher Klub die Meisterschaft gewinnt. Ein hoher Spannungsgrad führt zu einem höheren Zuschauerinteresse und damit zu höheren Einnahmen der Klubs.[1] Da jedoch jeder einzelne Klub nach maximaler Spielstärke strebt – jeder Klub möchte nach Möglichkeit alle Spiele gewinnen –, gerät die individuelle Rationalität in Konflikt mit der kollektiven. Der Spannungsgrad ist ein Kollektivgut. Im Interesse der Liga muß es demnach sein, daß die Spielstärken der Klubs nicht zu stark voneinander abweichen. Freilich spielt auch der Zufall oder das Glück beim Ausgang eines Spiels eine nicht gänzlich zu vernachlässigende Rolle.

Wir wirkt sich nun vor diesem Hintergrund die Champions League aus?

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Gehaltsexzesse im Profifußball

Für den Wechsel des brasilianischen Fußballspielers Neymar zum Pariser Club St Germain wurde ein neuer Rekord bei der Ablösesumme aufgestellt. So erhielt der abgebende Verein FC Barcelona 222 Mio. Euro für diesen Wechsel. Zudem wird kolpotiert, daß Neymar zukünftig ein Jahresgehalt von 30 Mio. Euro netto bezieht. Nun sind das nicht Ergebnisse einer fernen Welt (Paris ist von Aachen mit dem Zug in weniger als drei Stunden erreichbar), sondern die Fußballspieler verdienen auch in der Bundesliga erhebliche Summen: So werden die Gehälter von Thomas Müller und Manuel Neuer (beide Bayern München) mit etwa mit 15 Mio. Euro beziffert. Auch Marco Reus und Mario Götze (beide Borussia Dortmund) verdienen mit 10 Mio. bzw. 8 Mio. vergleichsweise gut (hier). Insgesamt liegen die Durchschnittsgehälter der Fußballprofis in der 1. Bundesliga bei etwa 1,5 Mio. Euro.

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Rundfunk (3)
Die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist ordnungsökonomisch nicht zu rechtfertigen

„ARD und ZDF werden nicht von den Olympischen Spielen 2018 bis 2024 berichten. Das US-Unternehmen Discovery und die öffentlich-rechtlichen Sender konnten sich nicht auf den Verkauf von Sub-Lizenzen einigen…“ (Bericht der Tagesschau am 28.11.2016).

Aus Sicht der sportinteressierten Gebührenzahler ist das natürlich eine eher schlechte Nachricht, da sie nun eventuell, um in den Genuss einer Live-Übertragung interessanter Wettkämpfe der Olympischen Spiele zu kommen, zusätzliche Aufwendungen auf sich nehmen müssen. Den Rundfunkbeitrag müssen sie ja trotzdem entrichten.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der Rechtfertigung der Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

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Schwarze Kassen oder Verleumdungen
Kein Nährboden für ein zweites Sommermärchen

Nun hat die Fifa-Krise auch den deutschen Fußballbund erreicht. Angeblich – so deutet es der SPIEGEL in einem Artikel – hat der DFB eine schwarze Kasse geführt, um Funktionäre zu bestechen, also um konkret die Stimmen von vier asiatischen Mitgliedern der FIFA-Exekutive zu kaufen, in der Wahl zum Gastgeberland für die Fußball-WM 2006 pro Deutschland zu stimmen. Belegt ist eine Zahlung des deutschen WM-Organisationskomitees (OK) in Höhe von 6,7 Millionen Euro auf ein Fifa-Konto im Jahr 2005. Dieses wurde von dort weiter zum Franzosen Robert Louis-Dreyfus überwiesen – angeblich für eine Kulturveranstaltung, die nicht stattfand. Laut dem SPIEGEL hatte Louis-Dreyfus den deutschen WM-Werbern kurz vor der Entscheidung über die Vergabe Geld geliehen; dieses Geld soll in der dokumentierten Weise über die Fifa zu ihm zurückgeflossen sein. Der eigentliche Korruptionsvorwurf ist somit nicht belegt, eine ominöse Zahlung an die Fifa (also weder an Louis-Dreyfus noch an die angeblich bestochenen Funktionäre) liegt jedoch vor.

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Wie sinnvoll sind Kosten-Nutzen-Analysen bei Sportgroßveranstaltungen?

Letztes Wochenende wurde entschieden, wer neuer Basketball Europameister wird. Die deutsche Nationalmannschaft hatte keine Chance auf den Titel und verpasste somit zumindest vorerst die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Trotz zum Teil guter Leistungen gegen starke Gegner, wie Serbien, Italien oder Spanien, hat sich die deutsche Nationalmannschaft bereits in der Vorrunde im eigenen Land von der Europameisterschaft verabschiedet. Dabei sollte diese ursprünglich in der Ukraine stattfinden. Aber aufgrund der aktuellen militärischen Unruhen wurde kurzfristig nach alternativen Austragungsorten gesucht. Deutschland, Kroatien, Lettland und Frankreich, die alle über die notwendigen organisatorischen und infrastrukturellen Kapazitäten verfügen, haben sich als gemeinsame Ausrichter zur Verfügung gestellt.

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Finger weg vom Ticket-Schwarzmarkt

Die Fußball Bundesliga erreichte in der vergangenen Saison 2014/2015 den zweithöchsten Zuschauerschnitt in Ihrer Geschichte. Insgesamt macht der Ticketverkauf ca. 20% der Gesamteinnahmen aus. Seit Jahren ist eine steigende Tendenz der Zahl der Stadionbesucher zu erkennen. Im internationalen Vergleich liegt die Fußball Bundesliga damit auf Platz eins. Da sich die professionellen Fußballvereine in Deutschland zum Ziel gesetzt haben, ihre Tickets zu sozialverträglichen Preisen anzubieten, liegen allerdings auch die Ticketpreise in Deutschland deutlich unter denen in England oder in Spanien. Aufgrund der günstigen Ticketpreise und der Kapazitätsbeschränkungen der Stadien übersteigt daher die Nachfrage sehr oft das Angebot. So liegen die offiziellen Verkaufspreise auf dem Erstmarkt häufig unter den auf dem freien Markt erzielbaren Preisen. Die hohen Gewinnmargen durch Weiterverkäufe führen dazu, dass der nicht autorisierte Zweitmarkt mit Fußballtickets eine Hochkonjunktur erlebt. Nicht selten werden dazu auch vor dem Stadion, beispielsweise vor Fan-Bussen oder von Fanclubs, kurzfristig noch übriggebliebene Tickets aufgekauft. Der Großteil des Ticket-Schwarzmarkts erfolgt inzwischen aber nicht mehr vor dem Stadion, sondern über verschiedene Online-Plattformen wie Viagogo, Seatwave oder ebay. Diese Plattformen dienen als Vermittler und ermöglichen so dem Ticketverkäufer einen hohen Grad an Anonymität.

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Gastbeitrag
Externe Geldgeber im Fußball – Fluch oder Segen?

Wenn es um Regulierungsfragen geht, ist jede Branche etwas Besonderes. Jedenfalls behaupten Branchenvertreter gern, ihr Wirtschaftszweig funktioniere nach eigenen Gesetzen und deshalb sei für ihn eine Sonderbehandlung vonnöten. Auch Fußballfunktionäre weisen seit Langem auf produktionstheoretische Besonderheiten hin, aufgrund derer der Profifußball kein Wirtschaftszweig wie jeder andere sei. So hat sich das Bundeskartellamt im Zusammenhang mit der Zentralvermarktung der Bundesliga-Fernsehrechte intensiv mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob ein wettbewerblich organisierter, dezentraler Verkauf der Rechte durch die einzelnen Klubs den sportlichen Wettbewerb schädigen würde. Freier Wettbewerb mache die reichen Klubs reicher und die armen Klubs ärmer – und am Ende werde immer nur der FC Bayern München Deutscher Meister. Deshalb – so die weitere Argumentation der Liga-Funktionäre – müssten die Fernsehrechte durch ein Liga-Kartell zentral verkauft werden, so wie es heute der Fall ist. Nur auf diese Weise ließen sich die erlösten Fernsehgelder vergleichsweise egalitär auf die Vereine verteilen, wodurch die Liga letztlich spannend bleibe. So weit, so gut. Nun wird der FC Bayern aber trotz des Vermarktungskartells und trotz des Finanzausgleichs ständig Deutscher Meister. Was direkt zu der Frage führt: Wie kann das finanzielle (und damit sportliche) Gleichgewicht in der Liga wieder hergestellt werden? Viele Beobachter setzen heute ihre Hoffnung auf externe Geldgeber.

Gastbeitrag
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Adrenalin-Junkies ohne Rand und Band
Braucht es eine verpflichtende Zusatzversicherung auf Extremsportarten?

Schwimmen, Radfahren oder einen Marathon zu bestreiten, das reicht vielen heutzutage nicht mehr. All diese gängigen Sportarten können auch mit erhöhtem Risiko ausgeübt, also als „Extremsport“ betrieben werden. Immer mehr Sportler erliegen heute diesem Reiz des Adrenalins früher und betreiben Wildwasserschwimmen, Free-Solo-Climbing oder Base Jumping. Auch beim Wandern werden immer höhere Risiken eingegangen – so versuchte sich ein amerikanischer Vater erst kürzlich mit seinem neunjährigen Sohn und seiner elf Jahre alten Tochter am Mont Blanc, um sie zu den jüngsten Besteigern in seiner Geschichte zu machen und brachte die beiden damit auf 3.700 Metern Höhe in Lebensgefahr.

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