(Kurz)Podcast
Ein unaufgeregter Blick aus der Schweiz auf die deutsche Parteienlandschaft

Die deutschen Volksparteien stehen massiv unter Druck. Gleichzeitig differenziert sich die Parteienlandschaft aus, weil sich ehemals kleine Parteien zunehmend festsetzen.

In der Schweiz ist die Parteienlandschaft noch weiter ausdifferenziert, ohne dass es zu vergleichbaren politischen Spannungen kommt. Welche Rolle spielen dabei die Zauberformel und die direkte Demokratie?

Gastbeitrag
KI-Steuer
Eine rettende Idee oder ein digitales Eigentor?

Die finanziellen Perspektiven der öffentlichen Haushalte in Deutschland sehen angesichts der demographischen Verschiebungen nicht rosig aus. Der Zuschussbedarf an die Sozialversicherungen wächst rapide und die Suche nach neuen Einnahmequellen für den Staat läuft auf Hochtouren. Neue Steuer-Kreationen kommen dabei jetzt auch aus dem Lager der CDU. Der Digitalminister Karsten Wildberger hat gerade die Einführung einer KI-Steuer empfohlen – eine Steilvorlage für Finanzminister Lars Klingbeil, der den Vorschlag freudig aufgegriffen hat (FAZ vom 14.10.2026). Schon zuvor hat die SPD Abgaben auf automatisierte Arbeit ins Gespräch gebracht (Merkur vom 12.9.2026). Was ist von einer KI-Steuer oder Robotersteuer zu halten?

Podcast
Parteienlandschaft im Umbruch
Sauberer oder schmutziger Wettbewerb? 

Das Parteiengefüge in Deutschland verschiebt sich. Die ehemaligen Volksparteien leiden seit vielen Jahren unter einem eklatanten Bedeutungsverlust. Gleichzeitig schwimmen einige jüngere Parteien auf einer Erfolgswelle, sodass sich die Parteienlandschaft ausdifferenziert. Sind die Wahlergebnisse das Ergebnis eines fairen Wettbewerbs unter den Parteien, bei dem die etablierten Parteien mit Brandmauern und ähnlichen Maßnahmen „Marktzutrittsbarrieren“ errichten? Oder bewegen sich die aufstrebenden Parteien außerhalb der demokratischen Spielregeln, sodass es ein schmutziger und somit korrekturbedürftiger Wettbewerb unter den Parteien ist?

Künstliche Intelligenz
Sprengsatz für die Rente?

Die umlagefinanzierte Alterssicherung ist in Schwierigkeiten. Vor allem die Demographie setzt ihr zu. Es besteht dringender Reformbedarf. Knackpunkt ist ein Verteilungskonflikt zwischen Jung und Alt. Die Gefahr ist groß, dass die Jungen den Kürzeren ziehen. In Demokratien werfen die Alten lange Schatten. Mit der Künstlichen Intelligenz droht eine neue Herausforderung. Die arbeitszentrierte Finanzierungsbasis der Rentenversicherung wackelt. Ein neuer Verteilungskonflikt zeichnet sich ab, zwischen Arbeit und Kapital. Erodiert KI die finanzielle Basis der umlagefinanzierten Alterssicherung? Kurz und gut: Die GRV droht zwischen zwei Verteilungskonflikten (Alt und Jung, Arbeit und Kapital) zerrieben zu werden.

Gastbeitrag
Staatsschulden
Wieviel finanzielle Repression kommt?

Die Renditen französischer Staatsanleihen sind massiv gestiegen – vor allem wegen der steigenden Schulden. In der Vergangenheit haben hoch verschuldete Staaten häufig künstlich Nachfrage nach ihren Anleihen geschaffen, um deren Renditen zu drücken. Diese finanzielle Repression lief in den zurückliegenden zwanzig Jahren vor allem über die Anleihenkäufe der Notenbanken. Wir analysieren, unter welchen Bedingungen die Zentralbanken trotz der Inflationsprobleme noch einmal zu diesem Instrument greifen könnten.

Podcast
Quo vadis EWU?
Von fiskalischen und monetären Spannungen

Die EWU ist gegenwärtig kein Krisenherd. Das könnte sich aber ändern. Der wichtigste Krisen-Treiber ist die staatliche Verschuldung. Sie läuft aus dem Ruder, nicht nur im Süden der EWU. Die Spannungen zwischen zentraler Geldpolitik und nationalen Fiskalpolitiken könnten wieder zunehmen. Mit der Ruhe in der EWU wäre es schnell vorbei. Es drohte die Gefahr der fiskalischen Dominanz. Die EWU bleibt nur stabil, wenn es gelingt, die Budgetrestriktionen der Mitgliedsländer zu härten.