Podcast
Wettrennen der Supermächte
Überholt China die USA oder hört es auf zu wachsen?

China ist wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte. Es hat im letzten halben Jahrhundert einen fulminanten wirtschaftlichen Aufholprozess hingelegt. Das Wachstum des Westens hinkte weit hinterher. China entwickelte sich von der billigen Werkbank und einem riesigen Absatzmarkt zum ernsthaften Rivalen. Der chinesische Weg der „Planwirtschaft mit wettbewerblichen Elementen“ war erfolgreich. Die wirtschaftliche Entwicklung in China setzte den reichen Ländern zu. Ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen, Vorprodukten und Gütern nahm zu. Heute dominiert China weltweit wichtige Branchen der Industrie. Das verschärft die Probleme des Westens. Der China-Schock verstärkt den Prozess der De-Industrialisierung schmerzhaft. Warum ist China wirtschaftlich so erfolgreich?

In Europa, den USA und Japan geht die Angst um, China hole wirtschaftlich nicht nur auf, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es den Westen überhole. Der könnte technologisch ins Hintertreffen geraten und seine Zukunftsfähigkeit verlieren. Allerdings: Auch in China wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Seit über 10 Jahren erlebt es eine strukturelle Abkühlung. Die Wachstumsraten haben sich fast halbiert, liegen aber noch deutlich über denen des Westens. Was sind die Gründe? Stößt die staatliche Lenkung über 5-Jahres-Pläne an Grenzen? Erleidet China das Schicksal kommunistischer Planwirtschaften? Wird China alt, bevor es reich wird? Droht China das Phänomen der „Japanifizierung“ mit hoher Verschuldung und latenter Immobilienkrise?

Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Markus Taube (UDE)

Die Teilnehmer:

Markus Taube ist einer der führenden deutschen Experten für die chinesische Wirtschaft, Ostasienwirtschaft und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Europa. Er lehrt und forscht an der Universität Duisburg-Essen, wo er den Lehrstuhl für Ostasienwirtschaft, insbesondere China an der Mercator School auf Management (MSM) innehat. Zusätzlich ist er Direktor der IN-EAST School of Advanced Studies (Institut für Ostasienwissenschaften) und Co-Direktor des Konfuzius-Instituts an der Universität.

Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und zusammen mit Jörn Quitzau (Bergos) auch Namensgeber und Initiator dieses Podcast.

Blog-Beiträge zum Thema:

Norbert Berthold (JMU, 2025): Seltene Erden: Das „neue“ Öl? China ist der Elefant im Raum

Vincent Stamer (CBK, 2025): Wo Deutschland von China abhängt

Podcast zum Thema:

Kritische Rohstoffe, China und der Westen. Sind Seltene Erden das „neue“ Öl?

Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Rolf J. Langhammer (IfW)

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