Monatsarchiv für August 2009

Wider die absolute Wahrheit
Das Konzept der Wirtschaftsstile

Samstag, den 29. August 2009

Wie kommt es, dass die einen überall nur Marktversagen wittern (vor allem vor und in der Krise) und andere ihre Aufmerksamkeit vor allem auf Staatsversagen (vor allem in und nach der Krise) richten? Warum fuhren viele Ökonomen vor noch nicht  allzu langer Zeit auf die Allwissenheit der Märkte („efficient market hypothesis“, EMH) ab, während andere [...]

V und U Déjà Vu?

Dienstag, den 25. August 2009

Erwartete bzw. erhoffte Konjunkturverläufe werden derzeit gerne mit Buchstaben beschrieben. Am wünschenswertesten ist das V; der tiefen Krise folgt die Erholung nach dem Bunjee-Prinzip. Das W beschreibt den überraschenden Einbruch nach der schnellen Erholung; beispielsweise wenn Konjunkturprogramme auslaufen und die monetäre Flutung endet, folgt die Katerstimmung. Eine zögerlichere Genesung nach einer lang anhaltenden Krise beschreibt [...]

Gastbeitrag:
Soziale Marktwirtschaft versus Demokratie?

Samstag, den 22. August 2009

Trotz der Erfolge der Sozialen Marktwirtschaft wird in der Politik immer wieder von ihren Prinzipien abgewichen: Freie Preisbildung und Wettbewerb, Eigenverantwortlichkeit und individuelle Haftung, Vertragsfreiheit und Privateigentum werden nicht selten zu wenig beachtet. Denn in demokratischen Systemen bestehen Anreize für Politiker, im Namen der sozialen Gerechtigkeit oder des Gemeinwohls von diesen Prinzipien abzuweichen. Wie lässt [...]

Piraten-Ökonomik und -Ethik

Dienstag, den 18. August 2009

Über viele Jahrhunderte gab es nicht nur lizensierte Piraten, die von Staaten dazu autorisiert waren, Jagd auf die Schiffe anderer, feindlicher Nationen, zu machen. Es gab echte Piraten, die keiner staatlichen Autorität unterstellt waren. Nach der großen Zeit des Piratentums zum Ausgang des 17. und frühen 18. Jahrhunderts verschwand die sozial-ökologische Nische für das echte [...]

Wer hat Angst vor der Deflation?

Samstag, den 15. August 2009

Die Zentralbanken pumpen Geld in die Wirtschaftskreisläufe wie nie zuvor. Einer der Gründe, erklärt der in gesamtwirtschaftlichen Fragen exzellent bewanderte Marko seinem Freund Mirko, sei die Gefahr einer Deflation, die die betroffenen Volkswirtschaften vollends in eine tiefe Depression stürzen würden. Mit Schaudern zeigt Marko auf Japan, wo es seit mehr als zehn Jahren nicht gelingen [...]

Gastbeitrag:
Wider sinnlosen Umweltschutz: Der Papst lehnt einen „Eigenwert“ der Natur ab

Dienstag, den 11. August 2009

Papst Benedikt XVI. hat sein drittes Rundschreiben – eine Enzyklika –  vorgelegt. Es ist die lange erwartete „Sozial-Enzyklika“, deren Erscheinen wegen der Finanzkrise immer wieder verzögert wurde. Herausgekommen ist ein schwer lesbares Werk, das aber einige bemerkenswerte Highlights enthält, die bislang öffentlich kaum diskutiert wurden.

Mit Positivismus und Empirismus gegen die Freiheit

Samstag, den 8. August 2009

I.
In der Volkswirtschaftslehre hat der empirisch-quantitative Ansatz die Oberhand gewonnen. Warum das wissenschaftstheoretisch kein Fortschritt ist, und warum gerade diese – irreführend als „modern“ bezeichnete – Orientierung freiheitsfeindliche Politiken (schein)legitimieren und befördern kann, soll im Folgenden erörtert werden. – Dieser Beitrag verbreitet keine Neuigkeiten, sondern macht auf entscheidende Argumente aufmerksam, die derzeit im „Methodenstreit“ über [...]

Märkte sind unvollkommen. Nutzen wir sie!
Mehr Markt am Arbeitsmarkt

Mittwoch, den 5. August 2009

“No one spends someone else’s money as carefully as he spends his own.” (Milton Friedman)
Was seit langem befürchtet wurde, wird nun leider wahr: Die Wirtschaftskrise kommt auf den Arbeitsmärkten an. Ein schrumpfendes BIP lässt die Arbeitslosenquoten in die Höhe schnellen. Noch wird das wahre Ausmaß der Krise auf den Arbeitsmärkten verdeckt. Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, [...]

Ordnungsruf:
Krise am Finanzmarkt – Krise auch im Elfenbeinturm?

Samstag, den 1. August 2009

Reflektiert die aktuelle Finanzkrise eine Krise der Ökonomik? Selbstverständlich tut sie das, wie zuletzt der „Economist“ anhand des gegenwärtigen Zustands der Makroökonomik dargelegt hat. Der „Methodenstreit“, den sich die deutsche Ökonomenzunft gerade wieder gegönnt hat, hat dazu beigetragen, einen Aspekt dieser Krise zu beleuchten: Ökonomen vernachlässigen nach wie vor die institutionellen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens. Die [...]