Gastbeitrag
Interessen zuerst
Warum Europa ohne Interessenpolitik im globalen Wettbewerb verliert

Die internationale Wirtschaftsordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Während Staaten wie China ihre Wirtschafts-, Industrie- und Handelspolitik konsequent an nationalen Interessen ausrichten, wirkt die Europäische Union zunehmend strategielos. Das ist kein Zufall ist, sondern das Ergebnis einer politischen Verschiebung: weg von interessengeleiteter Politik, hin zu einer normativ überfrachteten Transformationsagenda ohne klare Priorisierung. In einer Welt des Systemwettbewerbs kommen zuerst Interessen, dann Werte. Dabei müssen sie nicht im Widerspruch zueinander stehen, aber ohne diese Priorisierung bleibt strategische Handlungsfähigkeit Illusion.

Wettbewerb statt Korporatismus
Galoppierende Inflation, konzertierte Aktion und dezentrale Tarifpolitik

„Die zentrale Bedeutung der Konzertierten Aktion liegt in der ständigen gegenseitigen Information und damit in der Verbesserung des Informationsniveaus aller Beteiligten.“ (Otto Schlecht, BMWi, 1968) …

Ist der zunehmende Wettbewerb um Drittmittel im wissenschaftlichen Wettbewerb ökonomisch sinnvoll?

Die Bedeutung von Drittmitteln in der deutschen Hochschullandschaft nimmt schon seit einiger Zeit erheblich zu. So tragen in deutschen Universitäten Drittmittel mittlerweile mehr als ein …