Rentenpaket 2025
Dachdecker, Drohnen und Demographie

Das am 5. Dezember 2025 beschlossene Rentenpaket steht sinnbildlich für eine Politik, die demografischen Druck weniger mit Reformen begegnet als mit dem Verschieben von Lasten in die Zukunft. Der Beitrag zeichnet nach, wie Deutschland seit den 1980er Jahren immer wieder Anläufe zur Stabilisierung der Rentenfinanzen unternommen hat – und warum dieser Reformgeist zuletzt erkennbar erlahmt ist. Im Zentrum steht die Frage, ob intergenerationelle Tragfähigkeit ohne mehr Produktivität, Innovation und wirtschaftliche Freiheit überhaupt zu sichern ist. Am Ende geht es um eine Grundsatzentscheidung: Anpassung und Dynamik – oder teuer erkaufte Ruhe auf Kosten kommender Generationen.

Gastbeitrag
Interessen zuerst
Warum Europa ohne Interessenpolitik im globalen Wettbewerb verliert

Die internationale Wirtschaftsordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Während Staaten wie China ihre Wirtschafts-, Industrie- und Handelspolitik konsequent an nationalen Interessen ausrichten, wirkt die Europäische Union zunehmend strategielos. Das ist kein Zufall ist, sondern das Ergebnis einer politischen Verschiebung: weg von interessengeleiteter Politik, hin zu einer normativ überfrachteten Transformationsagenda ohne klare Priorisierung. In einer Welt des Systemwettbewerbs kommen zuerst Interessen, dann Werte. Dabei müssen sie nicht im Widerspruch zueinander stehen, aber ohne diese Priorisierung bleibt strategische Handlungsfähigkeit Illusion.

Beteiligungen an Windparks
Werden Bürger hinters Licht geführt?

Der Windstromertrag hängt in dritter Potenz von der Windgeschwindigkeit ab. Heißt: Fällt die Windgeschwindigkeit in einem windschwachen Gebiet nur halb so hoch aus als andernorts, beträgt der Windstromertrag lediglich ein Achtel. Daher können bereits geringe Fehleinschätzungen bei der Windstärke gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit solcher Windparks haben. Banken und institutionelle Anleger meiden daher eher Investitionen in Windparkprojekte in windschwachen Gebieten. Warum aber stattdessen um das Klima besorgte Bürgerinnen und Bürger solche Risiken im Rahmen von Bürgerbeteiligungen eingehen sollten, ist mehr als fraglich.

Vermögensungleichheit – Ein non-issue?
Empirie, Ursachen, Handlungsbedarf

Das empirische Ergebnis ist für viele überraschend. Alles, was Gesellschaften reicher macht, macht sie auch gleicher (Daniel Waldenström). Die bislang dominierende These steigender Vermögensungleichheit (Thomas Piketty) wird in Frage gestellt. Wirtschaftliches Wachstum verringert (Vermögens)Ungleichheit. Das hat Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik. Nicht (noch mehr) Umverteilung ist gefragt, Angebotspolitik ist das Gebot der Stunde.

Über die Demokratie in Amerika
… und was wir daraus lernen können

Wie war es möglich, dass ein einzelner Mann, noch dazu einer vom Schlage eines Donald Trump, alles auf Linie trimmt, was es in den USA an konkurrierenden Institutionen so gibt: die Ministerien, den Senat, das Repräsentantenhaus, die Justiz, die CIA ebenso wie all die anderen Fachbürokratien und die bislang (scheinbar) eher demokratisch gestimmten Tech-Giganten? Selbst Vladimir Putin hatte für eine derartige Gleichschaltung Jahre gebraucht, und das im durch und durch korrupten Russland. Trump brauchte dafür wenige Wochen. Wie war das möglich?

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