Wie „gerecht“ ist das denn?
Einkommen, Demographie, Vermögen

Was gerecht ist, bleibt umstritten. Das ist bei Werturteilen die Regel. Philosophische Gerechtigkeitskonzepte verschleiern oft die (impliziten) Werturteile. Gesellschaften entscheiden im demokratischen Diskurs, was „gerecht“ ist. (Fast) alle wollen, dass Einkommen und Vermögen gleichmäßiger verteilt sind, einige mehr, andere weniger. Gesellschaften schlagen allerdings unterschiedliche Weg ein. Die einen setzen auf eine höhere soziale Mobilität (Chancengleichheit), andere stärker auf staatliche Umverteilung (Ergebnisgleichheit). Der erste Weg ist ökonomisch der effizientere. Trotzdem dominiert der zweite.

Gastbeitrag
Wenn Zölle zu Zwang werden
Warum die EU jetzt handeln muss!

Die von den USA im Zusammenhang mit Grönland angekündigten, bislang jedoch noch nicht vollzogenen Zölle gegen EU-Mitgliedstaaten markieren eine neue Eskalationsstufe in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. Auch ohne unmittelbare Umsetzung entfalten solche Ankündigungen bereits erhebliche politische und wirtschaftliche Wirkung. Sie lassen sich weder ökonomisch noch handelspolitisch rechtfertigen und dienen nicht der Korrektur von Marktverzerrungen, sondern der politischen Machtausübung.

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