Ungleichheit heute (29)
Vermögensmobilität
Sind wir noch selbst unser Glückes Schmied?

Von Marcus Fraaß am 26. März 2015
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Marcus Fraaß
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Dass die Vermögen insbesondere in entwickelten Volkswirtschaften wie Deutschland, Schweden oder den USA sehr ungleich verteilt sind, ist unbestritten. Ein bloßer Vergleich der Vermögensungleichheit über die Jahre hinweg sagt jedoch nichts darüber aus, ob dauerhaft ein und dieselben Personen zu den Vermögenden zählen oder nicht. Die Möglichkeit, im Laufe des Lebens in der Vermögenshierarchie aufsteigen zu können, bewirkt, dass ein gewisser Grad an Ungleichheit akzeptiert wird und dass die Ungleichheit über den Lebenszyklus hinweg in Realität geringer ausfällt als dies ein Ungleichheitsmaß zu einem gegebenen Zeitpunkt auszuweisen vermag.

Während sich die Forschung im Bereich der sozialen Mobilität aufgrund der besseren Datenlage meist Indikatoren wie Bildung und Einkommen widmet, soll dieser Beitrag einen Überblick über den aktuellen Wissensstand hinsichtlich der Vermögensmobilität bieten.

Mobilität kann auf verschiedene Weise gemessen werden. Grundlegend kann zwischen der Vermögensmobilität einer Person innerhalb ihres Lebens (intra-generativ) und der individuellen Mobilität zwischen Generationen (inter-generativ) unterschieden werden. Das Vermögensprofil einer Person über ihr komplettes Leben (oder gar verglichen zu der vorherigen Generation) zu verfolgen, gestaltet sich bei Vermögen aufgrund der Datenlage als schwierig und ist nur für sehr wenige Länder überhaupt möglich. Meist erlauben die verfügbaren Daten lediglich einen kurzen Ausschnitt, selten länger als zehn Jahre, zu betrachten. Für Deutschland lassen sich valide Aussagen insbesondere für die Jahre 2002 bis 2012 treffen.

Wie mobil sind Deutsche hinsichtlich ihres Vermögens?

Das Sozio-ökonomische Panel ermöglicht für Deutschland eine Quantifizierung der Rigidität der Vermögensverteilung. Innerhalb der betrachteten zehn Jahre verharrte die Vermögensungleichheit auf einem hohen Niveau mit einem Gini von rund 0,78. Aber bedeutet dies auch, dass die Personen ebenfalls auf ihrer Vermögensposition verharrten oder war ein dynamischer Wechsel innerhalb der Vermögensverteilung zu beobachten?

Betrachtet man die individuelle Mobilität zwischen den Jahren 2002 und 2007, lässt sich anhand einer Übergangsmatrix ein deutliches Muster erkennen (Tabelle 1).[1] Die Mobilität im unteren und im oberen Bereich der Vermögensverteilung war relativ gering. Immerhin fast ein Drittel der Personen, die im Jahr 2002 dem untersten Dezil angehörten, waren fünf Jahre später immer noch dort zu finden. Knapp ein weiteres Drittel war entweder dem zweiten oder dem dritten Dezil zuzuordnen. Lediglich 17 % haben es in die obere Hälfte der Vermögensverteilung geschafft. Eine noch stärker ausgeprägte Persistenz prägt das oberste Dezil. Hier waren es ganze 64 % die sich im Jahr 2007 immer noch unter den obersten zehn Prozent befanden. Lediglich 7 Prozent sind in die untere Hälfte der Vermögensverteilung abgeglitten. Verglichen mit der Einkommensmobilität lässt sich für diesen Zeitraum festhalten, dass die Vermögensmobilität am unteren Rand etwas höher und am oberen etwas geringer ausfällt.

Im Gegensatz dazu fiel die Mobilität in den mittleren Dezilen höher aus als an den Enden der Verteilung. Beispielsweise verharrte nur rund ein Viertel des fünften Dezils in dem selbigen. Auffallend ist jedoch, dass die Magnitude der Aufstiegsmobilität relativ gering ist. So schaffte es in den unteren 70 % der Verteilung jeweils nur ein Bruchteil zu den Top-Vermögenden aufzusteigen.

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Eine andere Perspektive bietet die Betrachtung der Mobilität auf Haushaltsebene. Beispielsweise wurde für den Zeitraum von 2007 bis 2012 die Auswirkung der globalen Finanzkrise auf die Vermögensmobilität in den USA und Deutschland untersucht. Während im Zuge der Finanzkrise in den USA über 12 % der Haushalte einen Verlust von über 250.000 US-Dollar hinnehmen mussten, waren dies in Deutschland nur rund zwei Prozent. Interessanterweise fällt dieser Unterschied bei den „Gewinnern“ fast genauso deutlich aus. Fast sieben Prozent der US-Haushalte konnten ihr Vermögen trotz der Finanzkrise um über 250.000 US-Dollar steigern. In Deutschland waren dies nur etwas mehr als zwei Prozent. Somit gab es in den USA hinsichtlich der absoluten Vermögenshöhe stärkere Verluste als auch höhere Zugewinne. Dieses Bild ist jedoch verzerrend, da die Haushalte in den USA auch über ein viel höheres durchschnittliches Haushaltsvermögen verfügten (im Jahr 2007 lag dies in den USA bei rund 410.000 US-Dollar, wohingegen dies in Deutschland bei nur rund 134.000 US-Dollar lag).

Betrachtet man die haushaltsspezifischen Vermögensänderungen relativ zu dem vorherigen Vermögen, ergibt sich ein anderes Bild. In den USA haben mit 24,5 % nur ein wenig mehr Haushalte als in Deutschland (22,8 %) über die Hälfte ihres Nettovermögens eingebüßt. Bei den Gewinnen ergibt sich bei der relativen Betrachtung sogar ein gegenteiliges Muster. Während in den USA 32,2 % der Haushalte mehr als zehn Prozent hinzugewinnen konnten, waren dies in Deutschland mit 38,2 % deutlich mehr Haushalte. Insbesondere bei den Gewinnen von über 100 % lag der Anteil der Haushalte in Deutschland mit 19,2 % bedeutend höher als in den USA mit 14,7 %.

Doch wie wirken sich diese teils kräftigen Veränderungen der Haushaltsvermögen auf die haushaltsspezifischen Vermögenspositionen innerhalb der Verteilung aus? Wie auch fünf Jahre zuvor, ist die Immobilität innerhalb der Vermögensverteilung trotz der genannten Veränderungen der Haushaltsvermögen beträchtlich. Während fast 60 % der deutschen Haushalte im untersten Fünftel der Vermögensverteilung verblieben, konnten 72 % ihre Vermögensposition im obersten Fünftel bestätigen. Bemerkenswerterweise liegen hierfür fast die gleichen Ergebnisse für die USA vor (Tabelle 2). Unterschiedlich fällt jedoch die Mobilität in dem dritten und vierten Quintil aus. In Deutschland verblieben 52 % im mittleren Quintil, in den USA hingegen nur 44 %. Fakt ist, dass in den USA die Mitte in den letzten zehn Jahren – im Gegensatz zu der Entwicklung in Deutschland – mit einem sinkenden Nettovermögen stetig an Boden verloren hat.

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Die Vermögensmobilität fiel in den USA und Deutschland ähnlich gering aus. Der so genannte Shorrocks-Mobilitäts-Index, der zwischen Null und Eins liegt (wobei Eins vollkommene Mobilität impliziert), lag für Deutschland bei 0,436 und für die USA bei 0,460. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass die USA stärker von der Finanzkrise betroffen war und dort auch ein deutlich steigender Trend in der Vermögensungleichheit festzumachen war, ein auf den ersten Blick doch recht überraschendes Ergebnis.

Intra-generative Vermögensmobilität über den kompletten Lebenszyklus

Die bisherige Betrachtungsweise birgt jedoch Probleme. Erstens wird nur ein Ausschnitt eines individuellen Lebenszyklus betrachtet. Dies ist problematisch, da eine Person in ihrem Leben je nach Alter unterschiedliche Möglichkeiten zur Kapitalakkumulation besitzt. Junge Personen besitzen mit für gewöhnlich noch geringem Sparpotential eine tendenziell geringere Mobilität. Selbiges gilt für Personen in der Ruhestandsphase, da diese meist nur noch ein Einkommen in Form von Alterssicherung beziehen und im Normalfall entsparen. Wie mobil ein Individuum letztendlich innerhalb eines gegebenen Zeitraums ist, hängt somit erheblich von seinem Alter ab. Um diesem Lebenszyklusmuster Rechnung zu tragen, ist die Mobilität innerhalb verschiedener Kohorten zu analysieren. Ein weiteres Problem liegt auf der Hand. Vergleicht man die individuelle Mobilität zwischen Ländern, werden die Ergebnisse durch unterschiedliche demographische Strukturen beeinflusst.

Um ein präziseres Bild der intra-generationalen Mobilität zu erhalten, bedarf es einem längeren Beobachtungszeitraum. Dies ist beispielsweise in Schweden möglich, wo Individuen mit Hilfe von Vermögenssteuerdaten über den Zeitraum von 1968 bis 2005 fast 40 Jahre verfolgt und somit über ihr komplettes Erwerbsleben beobachtet werden können. Da Steuerdaten jedoch erst ab einer bestimmten Vermögenshöhe erhoben werden, bildet der schwedische Datensatz nur etwas mehr als die oberen drei Prozent der Vermögensverteilung ab. Folglich kann nur die Mobilität der oberen Vermögensschicht analysiert werden.

Im Durchschnitt sind pro Jahr rund 17 % aus den obersten drei Prozent ausgeschieden. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die durchschnittliche Verweildauer in den obersten drei Prozent der Vermögensverteilung rund 5,6 Jahre war. Der kohortenübergreifende, durchschnittliche jährliche Wert des Shorrocks-Mobilitäts-Index lag bei 0,386. In dem obersten Perzentil fiel die Mobilität am geringsten aus. Im Schnitt waren dort die Haushalte mit 80 prozentiger Wahrscheinlichkeit im darauffolgenden Jahr immer noch im obersten Vermögensperzentil zu finden. Über den Zeitverlauf lässt sich für Schweden festhalten, dass die Vermögensmobilität bis in die frühen 1980er Jahre anstieg, bis zum Jahr 1995 relativ konstant blieb und anschließend leicht gesunken ist.

Die Mobilität der Top-Vermögenden

Einen anderen Ansatz zur Messung der Vermögensmobilität bei Top-Vermögenden bietet ein Vergleich der weltweiten Forbes Liste über mehrere Jahre hinweg. Hierbei geht es jedoch nicht um die Mobilität innerhalb der Vermögensverteilung eines Landes, sondern um die Mobilität in der Weltspitze der Vermögenden. Unter den Top-100 weltweit verblieben in der Zeitperiode zwischen dem Jahr 2001 und 2013 durchschnittlich 83 % im darauffolgenden Jahr auf der Liste. Anders gesprochen, verließen im Schnitt 17 % der Personen die Liste bereits nach einem Jahr. Im Jahr 2013 waren immerhin noch 37 % der Personen, die bereits im Jahr 2001 darauf standen, auf der Liste vertreten. Die Frage, ob sich die Mobilität bei den Top-Vermögenden erhöht oder verringert hat, ist anhand dieser Daten schwer zu beantworten. Hierfür ist die Betrachtung eines Landes geeigneter.

Eine Studie von Edlund und Kopczuk ergründet die Entwicklung der Mobilität der Top-Vermögenden in den USA. Die Autoren konstatieren, dass die Mobilität umso geringer ist, je höher der Anteil der Erbschaften an den Top-Vermögen ist. Ihrer These nach, ist der Anteil der Frauen unter den Top-Vermögenden ein geeigneter Indikator für die Relevanz vererbten Vermögens. Dieser legt nahe, dass die Mobilität zwischen den Jahren 1925 und 1969 gesunken und im Anschluss daran wieder gestiegen ist. Die Bedeutung von Frauen unter den Top-Vermögenden hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen. Im Jahr 1982 waren 18 % der Personen auf der Forbes-400-Liste weiblichen Geschlechts; 2003 hingegen nur noch 13 %.

Und hierfür gibt es eine einfache Erklärung: Die Bedeutung von Erbschaften bei den Top-Vermögen hat schlichtweg drastisch abgenommen. Beispielsweise hatten im Jahr 1982 rund 36 % der gelisteten Personen ihre Vermögensposition dem Erhalt einer Erbschaft zu verdanken (24 % der Männer und 89 % der Frauen). Im Jahr 2003 hingegen nur noch 16 %. Auch innerhalb der Gruppe der Frauen hat sich die Struktur geändert. Es waren nicht mehr 89 %, sondern nur noch 58 % der Frauen, die aufgrund einer Erbschaft auf der Liste standen. Immer mehr Personen unter den Top-Vermögenden waren „self-made“ im Rahmen einer unternehmerischen Tätigkeit und dies trug dazu bei, dass die Mobilität innerhalb der reichsten US-Amerikaner zugenommen hat.

Für die deutschen Milliardäre kann diese Entwicklung bei den Frauen nicht bestätigt werden. Von den derzeit 103 Milliardären in Deutschland sind 19 weiblichen Geschlechts (18,5 %). Dabei konnte jede von ihnen auf ein beträchtliches Erbe zurückgreifen.

Inter-generative Vermögensmobilität

Eine andere Betrachtungsweise stellt die inter-generative Vermögensmobilität dar. Sie wird mit Hilfe der inter-generationalen Vermögenselastizität geschätzt und beschreibt, wie stark die Vermögen der Kinder mit den Vermögen ihrer Eltern oder Großeltern korrelieren. Die zentrale Frage hierbei ist, inwieweit die sozialen und ökonomischen Ressourcen der Vorfahren die der Kinder beeinflussen.

Wie auch im Bereich der intra-generativen Mobilitätsforschung sind die Studien, die sich der inter-generativen Vermögensmobilität widmen, rar und auch schwer vergleichbar. Einen Anhaltspunkt stellen Studien zu den USA, Dänemark und Frankreich dar. Für die USA wird die inter-generative Vermögenselastizität bei noch lebenden Eltern, d.h. bei einer Betrachtung vor Erhalt von Erbschaften, auf 0,37 geschätzt. Für Dänemark konnte gezeigt werden, dass dieser Wert mit 0,27 deutlich geringer ausfällt.[2] Dies lässt auf eine höhere inter-generative Vermögensmobilität in Dänemark schließen. Der Befund deckt sich zudem mit dem, was bereits von der inter-generativen Einkommensmobilität bekannt ist. In Dänemark ist die inter-generative Einkommensmobilität mit einer Elastizität von 0,12 bedeutend höher als in den USA.[3] In anderen Spezifikationen kommen die Autoren gar auf eine noch geringere Vermögenselastizität in Dänemark mit Werten von rund 0,2. Diese Ergebnisse decken sich ungefähr mit denen für Frankreich.

Eine noch weitgehendere Frage ist, wie stark das Vermögen der Kinder mit dem der Großeltern korreliert (multi-generationale Vermögensmobilität). Für Dänemark zeigt sich, dass die Vermögen der Kinder drei Mal stärker mit den Vermögen der Großeltern korrelieren als man dies von der Höhe der (einfachen) inter-generativen Mobilität erwarten dürfte.[4] Wie auch bei der multi-generationalen Einkommensmobilität zeigt sich für die Vermögensmobilität, dass die Vermögensposition relativ persistent über mehrere Generationen hinweg vererbt beziehungsweise weitergegeben wird. Eine Studie für England und Wales, die sich auf die multi-generationale Vermögensmobilität für fünf Generationen auf Basis von seltenen Nachnamen stützt, kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die multi-generationale Vermögensmobilität geringer ausfällt als dies von dem Wert der (einfachen) inter-generationalen Mobilität zu erwarten wäre. Selbst nach fünf Generationen lässt sich noch ein signifikanter Einfluss auf die individuelle Vermögenshöhe ermitteln.

Fazit

Eine generelle Aussage, wie hoch die Vermögensmobilität ist und wie sie sich im Zeitverlauf entwickelt hat, lässt sich aufgrund der Datenlage nur schwer treffen.

Intra-generative Analysen zeigen, dass Personen am unteren Ende der Verteilung aufgrund ihrer geringen Sparfähigkeit nur selten die Möglichkeit besitzen, in der Vermögenshierarchie aufzusteigen. Eine noch stärkere Persistenz herrscht im oberen Teil der Verteilung. Führt man sich vor Augen, dass die obersten zehn Prozent in einigen Ländern mehr als das 15-fache als der mittlere Haushalt besitzen, verwundert die geringe Abwärtsmobilität nicht.

Auch unabhängig vom Erhalt einer Erbschaft ist man offensichtlich durch seine soziale Provenienz determiniert. Inter-generative Analysen legen nahe, dass dies insbesondere in den USA der Fall zu sein scheint. Zumindest im Vergleich zu Dänemark stellt sich die Frage, ob die USA ihrem Ruf als ein „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ wirklich gerecht wird.

Ein anderes Bild ergibt sich hingegen bei der Betrachtung der Top-Vermögen in den USA. Die Mobilität scheint hier zu steigen. Unternehmertum gewinnt gegenüber Erbschaften zunehmend an Bedeutung. Wenn auch die soziale Herkunft in den Hintergrund zu rücken scheint, ist der Zugang zu Bildung auch hier ein maßgeblicher Faktor.

Fußnoten

[1] Die Werte auf der Diagonalen geben hierbei den Grad der Immobilität an. Je stärker die Diagonalwerte vom Wert 10 (da die Einteilung in Dezilen erfolgte) nach oben abweichen, desto geringer ist die Mobilität in diesem Bereich der Verteilung. Bei vollkommener Mobilität würden die Diagonalwerte den Wert Null annehmen.

[2] Dieser Wert ist wie folgt zu interpretieren: Liegt die Vermögenshöhe der Eltern 10 % über dem Durchschnitt ihrer Generation, so haben deren Kinder im Durchschnitt ein um 2,7 % höheres Vermögen als der Vermögensdurchschnitt ihrer Generation.

[3] In den USA ist die inter-generative Einkommenselastizität mindestens genauso hoch wie die inter-generative Vermögensmobilität.

[4] Eine Erklärung hierfür ist, dass den Großeltern beim Heranwachsen der Kinder eine zentrale Rolle zukommt, so dass sie einen direkten Einfluss auf die Kinder haben.

Quellen

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  • Boserup, S. H., Kopczuk, W., Kreiner, C. T. (2013): Intergenerational Wealth Mobility: Evidence from Danish Wealth Records of Three Generations, Working Paper, University of Copenhagen.
  • Charles, K. K. und Hurst, E. (2003): The Correlation of Wealth Across Generations, The Journal of Political Economy 111, S. 1155-1182.
  • Clark, G. und Cumminus, N. (2014): Intergenerational Wealth Mobility in England 1858-2012: Surnames and Social Mobility, The Economic Journal Nr. 125, S. 61-85.
  • Davies, J. B., Lluberasis, R., Shorrocks, A. (2013): Global Wealth Report 2013, Credit Suisse.
  • Edlund, L. und Kopczuk, W. (2009): Women, Wealth, and Mobility, American Economic Review, Vol. 99, Issue 1, S. 146-178.
  • Kaplan, S. N. und Rauh, J. D. (2013): Family, Education, and Sources of Wealth among the Richest Americans, 1982-2012, American Economic Review, Vol. 103, Issue 3, S. 158-162.
  • Forbes (2015): The World’s Billionaires, aufgerufen am 22.03.2015, unter: http://www.forbes.com/billionaires/list/.
  • Frick, J. R., Grabka, M. M., Hauser, R. (2010): Die Verteilung der Vermögen in Deutschland – Empirische Analysen für Personen und Haushalte, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf.
  • Grabka, M. M. und Pfeffer, F. T. (2014): Wealth Distribution and Wealth Mobility in U.S.-German Comparison, Working Paper, Studie vorbereitet für die 33. IARIW Generalkonferenz, Rotterdam.
  • Hochguertel, S. und Ohlsson, H. (2011): Wealth Mobility and Dynamics over Entire Indivudual Working Live Cycles, EZB, Working Paper Series, Nr. 1301.
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  • Solon, G. (2012): Theoretical Models of Inequality Transmission across Multiple Generations, Working paper, Michigan State University.

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